Ein Schalke-Held im Hügeldorf

„Ein Negativrekord“, kommentierte Klaus Fischer seine sechs Versuche an der Torwand, von denen nur zwei saßen.
„Ein Negativrekord“, kommentierte Klaus Fischer seine sechs Versuche an der Torwand, von denen nur zwei saßen.


Altenberge. Über eine Dekade spielte er beim FC Schalke 04 – aber das liegt mehr als 30 Jahre zurück. Trotzdem wurde Klaus Fischer wie ein Held auf dem Alternberger Marktplatz gefeiert. Flotte Sprüche durfte er sich auch leisten: „Das mit Alemannia Aachen tut mir leid“, sagte er zu Bürgermeister Jochen Paus, der den Verweis auf den Abstieg des Teams mit einem Lächeln quittierte. Der „Fußball-Fun-Tag“ des Schalke-Fanclubs „Eurofighter ´97“ bot aber noch weit mehr als zackige Gespräche: Vor allem die Kinder waren bestens mit Aktionen rund um den Lederball versorgt.

Zunächst aber musste sich Klaus Fischer als waschechter Fußballer beweisen. Drei oben und drei unten galt es beim Torwandschießen zu versenken. Nur zwei seiner Versuche saßen – verglichen mit seinen 182 Toren in der Bundesliga keine gute Quote. „Ein Negativrekord“, schmunzelte der ehemalige Stürmer, der mit einem knallharten Volleyschuss gegen die Holzwand noch mal zeigte, dass er sein Handwerk nicht verlernt hat. „Viele von denen haben mir noch zugejubelt“, wunderte sich Fischer über die beachtliche Zahl der im Schalke-Trikot gekommenen Altenberger. Autogrammkarten wollten aber andere: Mehr als die Hälfte seiner 400 signierten Karten gab Fischer Nachwuchskickern in die Hand.



Seine Autogrammkarten gingen weg, als stünde Klaus Fischer noch immer im Schalke-Sturm.Fotos: -fs-
Seine Autogrammkarten gingen weg, als stünde Klaus Fischer noch immer im Schalke-Sturm.Fotos: -fs-


„Seit der Weltmeisterschaft 2006 sind auch Fußball-Fans wieder populär geworden“, freute sich Marcus Gilles über den großen Zuspruch zum „Fußball-Fun-Tag“. Es zeige zudem die Beliebtheit des „Eurofighter ´97“-Fanclubs in und um Altenberge, so der Vorsitzende.

Auch das musikalische Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen: Marina Koller, die beim Vorentscheid zum Grand Prix der Volksmusik antrat, stand auf der Bühne. Anschließend gab der Fanfarenchor „Alte Freundschaft“ einige Schalke-Lieder zum Besten. Die Open-Air-Band „3 ½ Akkorde“ sorgte am Abend für Stimmung unter den Besuchern.

Doch bevor sie tanzen durften, mussten die Altenberger noch etwas für ihre Gehirnzellen tun. Rudi Esser, bei Schalke engagierter Moderator, hatte einige knifflige Quiz-Fragen mitgebracht: So erfuhren die Gäste, dass ihr Lieblingsverein seit 1928 „FC Gelsenkirchen Schalke 04“ heißt und dass ihr Club in dieser Saison 13-mal hintereinander unbesiegt blieb. Eine Frage hätte aber selbst Rudi Esser nicht beantworten können: Warum drohte Klaus Fischer in Altenberge verwechselt zu werden? Weil bereits ein Namensvetter in der Gemeinde wohnt, der zudem auch noch aus Gelsenkirchen stammt.

VON FLORIAN SCHRÖDER, MÜNSTER

17 · 06 · 07



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