Münster. Die Staatsanwaltschaft Münster ermittelt nach dem Tribünenunfall im Preußenstadion vom vergangenen Samstag und prüft den Vorwurf der fahrlässigen Verletzung. „Es liegt keine Anzeige vor, das ist der normale Amtsweg“, sagte Wolfgang Schweer, Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Im Wesentlichen geht es um Paragraf 319 und das Thema Baugefährdung. Es werden Zeugen vernommen, das Gutachten ausgewertet und dann geprüft, ob ein schuldhaftes Verhalten bei einer Person festzustellen ist. Wie lange die Ermittlungen dauern werden, darüber konnte Schweer keine Angabe machen.
Am Samstag waren im Preußenstadion drei sogenannte Dach-Binder, tonnenschwere Betonträger, aus ihrer provisorischen Halterung gerutscht und zu Boden gekracht. Dabei wurden zwei Stahlarbeiter leicht verletzt. Der Schaden beläuft sich nach Angaben der Bremer AG auf rund 100 000 Euro. Das Unternehmen aus Paderborn hält weiter an den vertraglichen geregelten Terminen der Abnahmen für Rohbau (12. Februar), Inbetriebnahme (13. März) und komplette Abnahme (15 Mai) fest. Die Bremer AG baut die neue Tribüne, ein sogenannter Umbau im Bestand, für 4,8 Millionen Euro als Festpreis.