4. Brooks Münster City Run: Einsam vorneweg

Stimmung in der Guten Stube: Viele Zuschauer feuerten die Teilnehmer des City-Laufs anFotos (2):
Stimmung in der Guten Stube: Viele Zuschauer feuerten die Teilnehmer des City-Laufs anFotos (2):
(Jürgen Peperhowe)


Münster - Eine ganze Handvoll münsterischer Hoffnungen, hinzu zwei Top-Starter wie Elias Sansar und Rebby Koech - der 4. Brooks Münster City Run hatte bereits im Vorfeld einiges an Spektakel in Aussicht gestellt. Und die zahlreichen Zuschauer in Münsters guter Stube sollten nicht enttäuscht werden.

Bereits vom Start weg schlugen die Favoriten ein vernichtendes Anfangstempo an und pulverisierten sogleich die Sieghoffnungen derer, die vielleicht darauf geschielt hatten. Elias Sansar, der Seriensieger des Bielefelder Hermannslaufes, entschied sich kurzfristig für einen Start in Münster und zeigte der Konkurrenz von Beginn an die Fersen.


„Da war nichts zu machen, das wussten wir aber schon, als wir ihn an der Startlinie gesehen hatten“, sagte Steffen Schnieders vom LSF Münster, der sich im Schlussprint Platz drei sicherte (33:53 Minuten). „Bei Kilometer zwei war schon nicht mehr viel von dem zu sehen.“

Einsame Runden also für den Langstreckenspezialisten von der LG Lage-Detmold, der sich auf schwierigem Untergrund offenbar wohl fühlt. „Ich bin vom Teutoburger Wald ja einiges gewohnt“, sagte Sansar, der sich mit der Veranstaltung zufrieden zeigte. „Zuschauer, Strecke, Kulisse - alles wunderbar hier. Das schwierigste war es, hier in der Innenstadt einen Parkplatz zu bekommen.“ In 31:51 Minuten distanzierte Sansar die Konkurrenz deutlich, blieb jedoch knapp zwei Minuten über dem Streckenrekord vom Vorjahr.

Bei den Damen indes ist die Bestmarke von Peggy Lange-Austrup seit gestern Schall und Rauch. Die Kenianerin Rebby Koech machte ihrer Favoritenrolle alle Ehre und siegte in neuer Rekordzeit von 35:30 Minuten. Einziger ernstzunehmender Gegner war bereits nach der ersten Linkskurve die Uhr.

Die Siegerin zeigte sich glücklich über den Erfolg, der ihr nur scheinbar leicht fiel: „Die Strecke war für die Beine enorm anstrengend. Ich bin froh, hier gewonnen zu haben.“ Hinter ihr tummelte sich eine ganze Reihe lokaler Größen in den Top 10. Auf Platz zwei landete Nina Stöcker, die auf der Schlussrunde an Peggy Lange-Austrup vorbeizog.

Diese strahlte dennoch über eine neue persönliche Bestzeit und den Treppchenplatz. „Ich bin 20 Sekunden unter meinem Streckenrekord vom Vorjahr geblieben“, sagte die Olfenerin. „Abgesehen davon waren die Temperaturen heute wirklich irre.“ Sandra Lüring (Platz 4), Nina Schüler (Platz 6), Jana Hempelmann (Platz 7) und Frederike Straeten (Platz 8) rundeten das gute Münsteraner Ergebnis ab.


04 · 07 · 10


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