Gleiches Recht für alle Läufer

Jaroslaw Janicki (l.) siegte im letzten Jahr beim Steinfurter Marathon. Lokalmatador Pascal Hille (hinten) startete 2009 zum ersten Mal über die gut 42 Kilometer - und wurde Dritter.
Jaroslaw Janicki (l.) siegte im letzten Jahr beim Steinfurter Marathon. Lokalmatador Pascal Hille (hinten) startete 2009 zum ersten Mal über die gut 42 Kilometer - und wurde Dritter.


Steinfurt - Kaum aus dem Laufkalender wegzudenken ist er, findet zum 27. Mal statt und wird auch am 20. März diesen Jahres für reichlich Bewegung in Burgsteinfurt und Borghorst sorgen: der Steinfurter Rolinck Marathon. Die Anmeldungen von 300 Marathonis, 170 Staffeln und 50 Walkern sind bereits beim Ausrichter Marathon Steinfurt eingegangen.

Es hätten noch mehr als diese insgesamt gut 700 Läufer sein können. „Wir hatten auch ein paar Anfragen aus dem Ausland. Marokko, Polen oder Äthiopien zum Beispiel. Aber da sollte ein Antrittsgeld gezahlt werden“, erklärt Marianne Lucas, bei Marathon für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Das habe für den Steinfurter Marathon aber nicht zur Debatte gestanden: „Hier kann man auch so für eine ehrliche Leistung 800 Euro bekommen.“ Für einen Sieg winken 300 Euro. Wer da noch den Streckenrekord drauflegt, erhält zusätzlich 500 Euro. Dafür müsste aber die Zeit von Philipp Kipketer aus dem Jahre 2003 geschlagen werden, mit 02:23:27 std. wahrlich eine Hausnummer. Bei der letzten Ausgabe des Steinfurter Marathons stiegen Jaroslaw Janicki (2:37:13 std.) bei den Männern und Christin Kulgemeyer (3:05:21 std.) bei den Frauen ganz oben aufs Treppchen. Ob die Beiden starten, steht noch nicht fest. Bislang stehen sie nicht auf der Anmeldeliste, die wie gewohnt noch bis zum Tag des Starts offen ist und so auch Platz für Spontanität lässt.


Mit von der Partie sind jedenfalls die fünf Schulz-Brüder als Brems- und Zugläufer. In derselben Funktion tritt auch Kalle Nadirk an, der seit 22 Jahren bremst und zieht. Bei den Läufern geht neben Mickie Krause, der wohl 2009 auf den Geschmack gekommen ist, auch Pater Tobias an den Start. Er sammelt Geld für ein gemeinnütziges Projekt für Kinder in Duisburg. „Wir müssen noch überlegen, wie genau wir ihn unterstützen“, so Lucas.

Neben der Strecke ist natürlich auch für Unterhaltung gesorgt. In Borghorst tritt eine Sambaband auf, in Burgsteinfurt am Start sorgt der Spielmannszug für Stimmung. Der bewährte Shuttle-Service - Zuschauer können sich den Start in Burgsteinfurt ansehen und werden dann kostenlos nach Borghorst gefahren - kommt auch in diesem Jahr wieder zum Einsatz.

VON PETER SCHMITZ, STEINFURT

17 · 02 · 10



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