Rasse, Klasse, Tempo

Tore Gersch (links) verstärkte gestern Lottes Reserve in Hopsten. Hier setzt er sich gegen Christian Rocho durch.Foto:
Tore Gersch (links) verstärkte gestern Lottes Reserve in Hopsten. Hier setzt er sich gegen Christian Rocho durch.Foto:
(Tobias Mönninghoff)


Hopsten/Lotte - Rasse, Klasse, Tempo, Tore und viel Brisanz - Das Derby zwischen Westfalia Hopsten und den Sportfreunden Lotte 2 hatte alles, was ein Fußballherz begehrt. Jubeln durften am Ende aber nur die Mannen von Trainer Reinhard Klaas, die Lotte am gestrigen Nachmittag mit 4:3 (1:2) niederkämpften.

Die zahlreichen Besucher in der Hopstener WestfaliArena sahen von Beginn an eine packende Auseinandersetzung, in der Lotte das Spiel machte und Hopsten auf Konter lauerte. Christian Rocho (13.) und Dennis Kewe (30.) hätten die Westfalia in Führung bringen müssen, scheiterten jedoch völlig freistehend vor SF-Keeper Florian Munz. Das Auslassen der Chancen rächte sich, binnen 120 Sekunden sorgte Felix Kuhlenbeck für die 2:0-Führung der Lotteraner. Zunächst traf er mit einem herrlichen 20-Meter-Hammer, dann staubte er ab, nachdem Sebastian Wellmeyer im 1:1 an Hopstens Schlussmann Patrick Donnermeyer gescheitert war. Die Gastgeber wirkten durch den Doppelschlag kurzzeitig wie gelähmt, kamen dann aber in beeindruckender Manier zurück. Noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte verkürzte Martin Kleinberns nach einem kapitalen Bock in der nicht immer sattelfesten SF-Abwehr auf 1:2.


In Durchgang zwei drängte die Westfalia vehement auf den Ausgleich, der Anschlusstreffer vor der Pause hatte sichtlich Selbstvertrauen gebracht. In der 52. Minute war es soweit, Dennis Kewe enteilte auf der linken Seite und traf zum umjubelten 2:2. Direkt nach Wiederanpfiff hätte Alexander Pruß das 3:2 erzielen müssen, schon das Leder jedoch aus fünf Metern völlig freistehend am Lotteraner Gehäuse vorbei. Besser machte es Pruß Mitte des zweiten Abschnitts. Nach toller Flanke von Andre Krühler köpfte er zum 3:2 in die Maschen, die WestfaliArena tobte. Die Gäste haderten in dieser Phase mit einigen unglücklichen Entscheidungen des Unparteiischen, mehrere Akteure sahen wegen Meckerns Gelb. Trotz des Ärgers kam Lotte noch einmal zurück. Nach minutenlanger Unterbrechung, SF-Angreifer Murat Serim musste verletz vom Platz getragen werden, war Hopsten nicht wach, Sebastian Wellmeyer nutzte eine perfekte Vorlage von Jens Buchholz zum 3:3-Ausgleich. Doch damit nicht genug. Erneut zeigten sich die Hausherren wenig beeindruckt und schlugen nahezu postwendend zurück. Nach einem Freistoß von Martin Kleinberns hämmerte Florian Menger das Leder aus 16 Metern an die Unterkante der Latte. Vom Rücken des SF-Keepers Florian Munz rollte das Leder hinter die Linie, alle Versuche von Munz den Ball wieder ins Feld zu busieren schlugen fehl, Hopsten führte wieder. Mit aller Macht drängten die Gäste in der Schlussphase auf den erneuten Ausgleich, wurden aber nicht belohnt. Mit Glück und Geschick brachte die Klaas-Elf den Vorsprung über die Zeit.

Westfalia Hopsten: Donnermeyer, Krühler, Heitkönig, Rocho, Kewe (76. Kheite), Üffing, F. Menger, Kleinberns, Pruß, Kratz, Lehmann (46. D. Menger).

SF Lotte 2: Munz, Lodter, Lüken, Güraslan, Horn, Horstmann, S. Wellmeyer, Kügler (64. B. Wellmeyer), Gersch (68. Serim, 80. Wellendorf), Buchholz, Kuhlenbeck.


11 · 04 · 10



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