Neuer Mieter für Telekom-Gebäude

Das alte Telekom-Gebäude an der Roddestraße bekommt einen neuen Mieter.Foto:
Das alte Telekom-Gebäude an der Roddestraße bekommt einen neuen Mieter.Foto:
(Oliver Werner)


Münster - Neues Leben im „Telekomquartier“: Die Firma Homann Immobilien verkündete Donnerstag, dass sie für das ehemalige Gebäude von T-Mobil an der Roddestraße einen neuen Mieter gefunden hat. Ein Dienstleister will 3000 Quadratmeter des 11500 Quadratmeter großen Gebäudes nutzen. Den Namen des Mieters wollte Bernard Homann Donnerstag nicht verraten, „da zunächst noch der Aufsichtsrat zustimmen muss“.

Im vergangenen Jahr hatte Makler Homann für ein 2000 Quadratmeter großes Areal in dem Gebäude die DAK-Krankenkasse gewonnen. Das gesamte Quartier im Bereich Roddestraße, Dahlweg und Scheibenstraße leidet darunter, dass die Telekom einen Neubau im Zentrum Nord bezogen hat und deswegen ihre alten Standorte aufgab. Gewaltige Leerstände in dem Gewerbeareal südlich der Friedrich-Ebert-Straße sind die Folge.


Nach Auskunft von Homann sind die 3000 Quadratmeter „die größte zusammenhängende Fläche, die in Münster in diesem Jahr am Stück vermietet worden ist“. Und das auch noch langfristig: Mindestens zehn Jahre wird das Unternehmen einen Teil seiner Hauptverwaltung dort stationieren.

Homann weiter. „Noch in diesem Jahr wird mit dem neuen Mieter nach einigen Umbaumaßnahmen sicherlich eine Menge frischer Wind in das Gebäude ziehen.“

Stadtdirektor Hartwig Schultheiß und der Wirtschaftsförderer Dr. Thomas Robbers wollen in den kommenden Monaten verstärkte Anstrengungen unternehmen, um das Gewerbequartier für Bürodienstleister attraktiver zu machen. „Das Gebiet wird unter Wert gehandelt“, so Schultheiß.

Auch Makler Homann hält eine Aufwertung für dringend erforderlich. Baulücken und Leerstände würden für ein schlechtes Image sorgen, auch wenn die Lage eigentlich sehr gut sei: „Nah an der City, nah am Hauptbahnhof, nah an der Umgehungsstraße“, weiß sich Homann mit Schultheiß und Robbers einig.

Was die weitere Vermarktung der alten Telekomflächen betrifft, so führt Bernard Homann die vielen Parkplatze an und das geringe Mietniveau als Vorteile an.

Laut Wirtschaftsförderer Robbers möchte die Stadt Münster aus dem Quartier kein „Sanierungsgebiet“ machen, wohl aber mit den Eigentümern der Gebäude darüber sprechen, wie man gemeinsam das Quartier voranbringen kann. „Wir wollen ein Konzept erstellen, um die weitere Entwicklung nicht dem Zufall zu überlassen“.

VON KLAUS BAUMEISTER, MÜNSTER

20 · 03 · 09



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