Münster-Gievenbeck - „Jedem Schüler sollte die Möglichkeit gegeben werden, seine Begabung bestmöglich zu nutzen“, erklärte Günter Moseler die Motivation hinter der Aufführung. Die zwölfte Klasse der Waldorfschule hatte in nur zweieinhalb Wochen Probenzeit das Stück „Geschichten aus dem Wiener Wald“ auf die Beine gestellt. Keine leichte Aufgabe, schließlich besuchen den aktuellen Jahrgang nur 22 Schüler, sodass einige mehrere Rollen übernehmen mussten.
Das Stück stammt aus der Feder des österreichischen Schriftstellers Ödön von Horváth und wurde Anfang der 1930er Jahre uraufgeführt. Das Drama karikiert insbesondere die spießbürgerliche Gesellschaft der Zeit und verurteilt die allgegenwärtige Gewaltbereitschaft der Bürger untereinander. Turteleien und Ausschweifungen kennzeichnen den Lebensstil der Protagonisten - eine Kombination, die kein gutes Ende für die Beteiligten verspricht.