Münster-Gievenbeck - Proben, Proben, Proben - und das fast rund um die Uhr. Für 22 Zwölftklässler der Waldorfschule dreht sich seit gut drei Wochen alles nur um eines: Das Theaterstück „Geschichten aus dem Wiener Wald“ aus der Feder von Edmund Josef von Horváth (bekannt als Ödön von Horváth). Es gehört zum festen Bestandteil der Gievenbecker Waldorf-Philosophie, dass sich die Schülerinnen und Schüler zwei Mal während ihrer Schulzeit über einen längeren Zeitraum mit einem Theaterstück auseinandersetzen - und zwar in den Klassen acht und zwölf.
Ende des vergangenen Jahres wurden unter der Regie des Musiklehrers Dr. Günter Moseler, der zudem für die Bereiche Theater und Chor an der Waldorfschule mitverantwortlich ist, das Stück ausgewählt und die Rollen verteilt. In den Weihnachtsferien mussten die Schüler ihren Text lernen. Anschließend ging es dann - abseits des Stundenplanes - täglich auf die Bühne der Waldorfschule. „Auch samstags und sonntags“, erzählt Matthis Völkert. „Teilweise dauern die Proben bis Mitternacht.“