Münster. Kammermusik draußen und umsonst: Zu Hunderten drückten sich Münsteraner und Münster-Besucher am Samstagabend auf dem Domplatz die Nase platt an einem hell erleuchteten Wohnwagen. Drinnen saßen zwei Musiker, die gedankenversunken Gitarre und Keyboard spielten.
Die Besonderheit dieses meditativen Szenarios: Die Musik erfüllte per Lautsprecher den ganzen Domplatz, die Bilder aus dem Innern wurden per Beamer auf die Außenwand projiziert. Das von den Künstlern Erik Biembacher und Andreas Gräupel inszenierte Wohnwagen-Projekt namens „Sozialpalast“ mutierte so zu einem Spektakel, das die Massen begeisterte – aber zum Nachdenken anregte.