Münster - Gegen das Hantavirus gibt es keinen Impfstoff und keine Medikamente. Das ist beunruhigend, schließlich kann eine Infektion mit diesem Erreger tödlich verlaufen. Acht Münsteraner hatten seit Jahresanfang Glück: Sie überlebten die schweren Erkrankungen, die das vor allem von Mäusen und Ratten übertragene Virus auslösen kann. Zum Vergleich: Im Vorjahr gab es nur drei Erkrankte.
Acht Infektionen - das ist wenig und doch viel: Im Bundesgebiet gehören Münster und das Münsterland derzeit zu den am stärksten von dem Virus betroffenen Regionen in ganz Deutschland, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Warum gerade hier so viele Hanta-Viren unterwegs sind, darauf hat das städtische Gesundheitsamt keine Antwort.