Münster - Die Fetzen flogen dennoch, wenn auch nur in Form von Papierstreifen und Konfetti. Beinahe unbemerkt hatten sich geschätzte 120 Teilnehmer der Gegendemonstration zum „Gebetszug - 1000 Kreuze für das Leben“ unter die Abtreibungsgegner gemischt und machten ihre Meinung deutlich: mit buntem Wurfmaterial und Pfiffen. Erst am Startpunkt des Gebetszuges, am Aegidiikirchplatz, gelang es der Polizei, die beiden Gruppen wieder voneinander zu trennen. In Ruhe konnte Wolfgang Hering, Organisator der Aktion „1000 Kreuze für das Leben“ und Präsident von „EuroProLife“, seine Kundgebung durchführen. „Wir wollen das ungeborene Leben schützen“, so Hering. Man dürfe das hunderttausendfache Töten von ungeborenem Leben in unserer Gesellschaft nicht akzeptieren.
Diese Meinung stößt nicht überall auf Zustimmung. „Das fundamentale Gedankengut finden wir gefährlich. Wir wollen mit unserer Demonstration ein deutliches Gegengewicht setzen“, berichtete Florian Kirschbaum. Der Student war einer von rund 250 Teilnehmern, die sich bereits mittags auf dem Prinzipalmarkt mit Plakaten, Rasseln und Tröten eingefunden hatten.