Münster - Die unglaubliche Nachricht zuerst: Der Alkoholkonsum unter Jugendlichen ist zurückgegangen. Das sagt Prof. Dr. Klaus Boers - und der Satz löst zunächst einmal sprachloses Staunen aus. Wie bitte? Jawohl, seit 1973 werde der Alkoholkonsum junger Leute untersucht, und seit dieser Zeit sei der Trend rückläufig, sagt der Kriminologe an der Uni Münster.
Die schlechte Nachricht gleich hinterher: Was deutlich zugenommen habe, sei der maßlose Konsum. 20 Prozent aller Jugendlichen, so das Ergebnis der Studie, pflege sich einmal im Monat in den Vollrausch zu saufen, und das habe es früher eben nicht gegeben. Das große Problem sei dann - neben dem rein gesundheitlichen Aspekt - die Gewaltbereitschaft. Unter alkoholisierten Jugendlichen gebe es einen Trend zur Gewalttätigkeit, je jünger, desto mehr. Und damit werde der Alkohol auch zum Sicherheitsrisiko.