Münster - Die beiden erst kürzlich von der münsterischen Polizei angeschafften Video-Fahrräder werden nun doch keine Verkehrssünder verfolgen, um ihre Vergehen aufzuzeichnen. „Aus Datenschutzgründen“ werde man auf den Kameraeinsatz verzichten, betonte gestern der Sprecher der münsterischen Polizei, Alfons Probst. Damit komme man einer entsprechenden Bitte des NRW-Innenministeriums nach.
Die Datenschutzbeauftragte des Landes hatte „Bedenken“ gegen den Einsatz der Video-Räder geäußert. Verhalte sich ein Radler falsch, sei die Zeugenaussage eines Polizeibeamten, der einen Verstoß beobachtet hat, vollkommen ausreichend. Auf die Video-Aufnahmen könne daher verzichtet werden - zumal es keine ausreichende Rechtssicherheit für ihre Anfertigung gebe.