Umfrage: Viele Gutscheine auf dem Gabentisch

Annika Krümpelmann
Annika Krümpelmann


Münster - Keine SOS-Geschenke auf die letzte Minute, sondern Weihnachtspräsente mit persönlicher Note haben bei vielen einen hohen Stellenwert - wie gestern eine Blitzumfrage in der münsterischen Innenstadt ergab. Da wird noch gebastelt, gebaut und gemalt.

„Ich verschenke zwar nur Kleinigkeiten, eine Nascherei oder ein Buch, aber die Weihnachtskarten dazu bastele ich selbst“, sagt Annika Krümpelmann. Bei der Frage nach dem tollsten Geschenk, das sie bekommen hat, muss sie nicht lange überlegen. „Der Rügen-Urlaub im letzten Jahr, den mir meine Eltern geschenkt haben, war toll.“

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Auch Genoveva Schulte hat sofort eine super Städtetour vor Augen, wenn sie an die schönsten Weihnachtsgeschenke der Vergangenheit denkt. „Meine Tochter hat mir einen Besuch des Musicals ,König der Löwen in Hamburg geschenkt. Das Schöne daran: Wir haben zusammen einen wunderbaren Tag verlebt.“ Auf die große Geschenkparade will sie in diesem Jahr mit ihrer Familie indes verzichten. Deshalb war sie gestern mit ihrer Tochter ohne Vorweihnachtsstress ganz gemütlich unterwegs.

Exotische Geschenke legt Johannes Dahmen unter den Baum. „Ich habe ein Praktikum in Indien gemacht. Deshalb gibt es landestypische Schmuckgegenstände.“

Anna Solzbacher verschenkt u.a. einen Gutschein für einen Kochkursus und für Kleidung. Der Fantasie in Sachen Gutscheine sind offensichtlich kaum Grenzen gesetzt. Gutscheine fürs Varieté, für Fotoseminare oder Ausstellungen liegen auf den münsterischen Gabentischen.

Was bei Lewes unter dem Baum liegt, will Münsters Oberbürgermeister noch nicht verraten. Nur soviel: „Eines der schönsten Geschenke, die ich bislang bekommen habe, war ein selbst gemaltes Bild meiner Frau.“ Er freut sich nun auf die Ruhe zwischen den Jahren und „auf Spieleabende am Kaminofen“.

Für Jovel-Chef Steffi Stephan ist das größte Geschenk die „Scheinheilige Nacht“, die seit 30 Jahren vielen ohne Familienanschluss über den sentimentalsten Abend des Jahres hinweghilft.

Theologiestudent Max Niehoff sieht es etwas anders: „Das größte Geschenk ist die Ankunft des Erlösers“, sagt er bestimmt - und verabschiedet sich vor dem Bahnhof von seinen Kommilitonen, die in die Weihnachtsferien ziehen.


24 · 12 · 09



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