kommentar(4)


Rat steht hinter den 302 Roma - Land soll Abschiebung aussetzen

Zum letzten Mal tagte gestern Abend der Rat in seiner alten Zusammensetzung. Nach den Herbstferien beginnt die neue Legislaturperiode unter der Führung von Oberbürgermeister Markus Lewe.Foto:
Zum letzten Mal tagte gestern Abend der Rat in seiner alten Zusammensetzung. Nach den Herbstferien beginnt die neue Legislaturperiode unter der Führung von Oberbürgermeister Markus Lewe.Foto:
(Oliver Werner)


Münster - Mit den Stimmen aller Parteien hat der Rat Münster eine Resolution gegen die Abschiebung von 302 in Münster lebenden Roma in das Kosovo verabschiedet. Es war die letzte Sitzung des Rates in seiner alten Zusammensetzung. Nach den Herbstferien beginnt die neue Legislaturperiode.

Konkret wird die Landesregierung in der Resolution aufgefordert, die drohende Abschiebung „ab sofort für die Dauer von sechs Monaten auszusetzen“.


Das Papier wurde erarbeitet vom Ausländerbeirat und geht unter anderem auf die Problematik ein, dass rund 50 Prozent der betroffenen Roma Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind.

Der CDU-Ratsherr Robert Otte erklärte hierzu: „Es ist moralisch nicht vertretbar, Kinder in eine ihnen gänzlich unbekannte Region abzuschieben.“ Zum Hintergrund: Die meisten der Abschiebekandidaten leben bereits seit mehr als zehn Jahren in Münster.

Formal wird die Abschiebung der während des Kosovo-Krieges geflüchteten Roma von der Landesregierung damit begründet, dass das Kosovo inzwischen ein eigenständiger Staat ist.

Die GAL-Ratsfrau Prof. Brigitte Hasenjürgen hielt dem entgegen, dass der wirtschaftlich am Boden liegende Staat mit der Aufnahme der Flüchtlinge „komplett überfordert“ sei. Die Jugendarbeitslosigkeit liege bei 75 Prozent. Hasenjürgen: „Ich komme mir schäbig vor, die Roma wegzuschicken.“

Da eine Resolution nur ein Appell ist und keine bindende Wirkung für die Landesregierung hat, wurden gestern im Rat Fragen laut, wie es jetzt weitergeht. GAL-Fraktionschef Hery Klas wies darauf hin, dass Münster in der Roma-Frage bereits drei Resolutionen verabschiedet habe. „Gebracht hat es nichts.“

In dem Papier selbst wird gefordert, den „hier lebenden Angehörigen der Roma mit Herkunft aus der heutigen Republik Kosovo ein dauerhaftes Bleiberecht unter realistischen Bedingungen zu gewähren“.

Vor allem die von der Landesregierung geforderte, wirtschaftliche Unabhängigkeit der ehemaligen Kriegsflüchtlinge hat sich als Problem erwiesen.

VON KLAUS BAUMEISTER, MÜNSTER

30 · 09 · 09
kommentar(4)



kommentar


kommentar KOMMENTARE

einblenden

Aufnahme der Roma
Wenn jedes Ratsmitglied 2 Roma aufnimmt, wäre schon für über die Hälfte der Leute gesorgt. Den Rest der Leute übernehmen je zur Hälfte die beiden großen barmherzigen Kirchen. Problem in Münster g...

Verstoß melden

da fehlen die worte
Ihr Beitrag unter diesem Artikel ist an Geschmacklosigkeit und und Dummheit nicht zu überbieten.

Verstoß melden

einblenden

302 Roma
Ich finde es furchtbar, wenn die Roma wirklich aus Münster zurück in den Kosovo gehen müssen. Wie hat sich der Bürger das eigentlich vorzustellen??? Die Kinder haben hier ein Kinderzimmer, gehen zu...

Verstoß melden

Unsere Gesetze sehen es vor.....
Hallo,

nicht jeder, der die geltende Gesetze achtet ist automatisch
ein Rassist. Auch die Grünen sollten sich an unsere Gesetze
halten.

Gruß,
Michie

Verstoß melden


WERBUNG


TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
VIDEOS
SKATENIGHT MÜNSTER 2010
LENZ-RADIO.DE
Neues Webradio digital serviert auf www.lenzradio.de
TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:
FAHRPLAN-AUSKUNFT
von:
Haltestelle Str./Nr.
nach:
Haltestelle Str./Nr.


© Westfälische Nachrichten - Alle Rechte vorbehalten 2010

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap | FAQ
Media-Daten | Netiquette

www.doolao.net | www.yangofamily.de | www.westline.de | www.stadtpilot.de | www.lenzradio.de | www.studentenpilot.de