Roma in Münster demonstrieren gegen Abschiebung
Münster - Sie bräuchten keine Sozialhilfe, sondern ein Bleiberecht, skandieren Demonstranten, die am Freitag, 3. Juli, durch Münsters Innenstadt ziehen. Rund 250 Roma und andere Münsteraner protestieren gegen die drohende Abschiebung der ehemaligen Flüchtlinge, die zum Teil seit 20 Jahren in Münster leben.

"Unsere Kinder gehen hier zur Schule", sagt Bala Halil, einer der Sprecher der Demonstration, "sie sprechen weder Serbisch noch Albanisch." Die Roma in Deutschland sprechen außer Deutsch in der Regel nur ihre eigene Sprache, Roma. In der ehemaligen jugoslawischen Provinz Kosovo wurden sie verfolgt.

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"Ihre Häuser wurden verbrannt, dort kann man nicht sicher leben", sagt Nikolaus von Holtey von Pax Christi aus Freiburg. Als Beauftragter der Freiburger katholischen Diözese betreut er die Roma, hat zahlreiche Reisen in ihre ehemalige Heimat unternommen.

Samira Grandina ist 16, gerade hat sie ihren Schulabschluss hinter sich, will jetzt eine Lehre machen. "Ich war noch nie im Kosovo", sagt sie. Und: "Wir haben Angst, meine Eltern können schon lange nicht mehr ruhig schlafen."


03 · 07 · 09


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