Münster. Ein letzter Blick zur Upkammer, da oben ist seine Tochter Barbara gestorben. Dann macht der mürrische Vater das Licht aus. Ganz duster ist es nun in der finsteren Maikottenscheune, langsam brandet Applaus auf. Von der letzten Reihe bis ganz nach vorne. Die Premiere des Stückes „Gottverlassen“ von der erst im April gegründeten Theatergruppe „Theaterblut“, endete mit der klassischen Katastrophe.
Doch von vorne: Das von der Gründerin Stefanie Bockermann selbst geschriebene und inszenierte Stück fängt harmlos an: Zwei junge Mädchen vom Lande streiten sich um Süßigkeiten.