Münster - Es schneit. Der Wolf hat Hunger. Ein saftiges Schaf, das würde ihm jetzt schmecken. Der Wolf macht sich auf den Weg und findet ein Schaf. Das bietet ihm gegen den Hunger vom eigenen Heu an. „Wir wollen die Sache mit Stil angehen!“, ruft der hungrige Wolf, schaut sich das leckere Schaf an und reibt sich die Hände. Am Ende landet er halb erfroren im eiskalten Fluss. Wie er da hinein kommt und wie das freundliche Schaf, statt im Magen des Wolfs zu landen, den ohnmächtigen Isegrim nach Hause bringt und ihm damit das Leben rettet, erfuhren Theaterfreunde am Sonntag im Kindertheater Meerwiese. Da hatte das Stück „Schaf mit Stiefeln“ (nach dem niederländischen Kinderbuch „Schaap met Laarsjes“ von Maritgen Matter) Premiere.
Schauspieler Jan-Christoph Tonigs schlüpfte in die Rollen von Schaf und Wolf. Ziemlich klasse, wie er die beiden unterschiedlichen Gesellen gab. Dem hungrigen Wolf konnte man wegen seiner Mordpläne nicht wirklich böse sein. Tonigs legt ihn jovial an, ein Wolf von Welt sozusagen, der seine manierierten Wortdrechseleien genießt. Das Schaf war hilfsbereit und ohne Argwohn, aber keinesfalls dumm.