Keine Chance für Infektionen

Schwester Christiane Recker (l.) steckt ihre Hände in die Schwarzlicht-Box, die Schwachstellen der Händedesinfektion sofort sichtbar macht. Mit der Aktion „Saubere Hände“ wollen Hygienebeauftragte Dr. Roushan Lambert und Hygienefachkraft Ludger Pauli für dieses wichtige Thema sensibilisieren.
Schwester Christiane Recker (l.) steckt ihre Hände in die Schwarzlicht-Box, die Schwachstellen der Händedesinfektion sofort sichtbar macht. Mit der Aktion „Saubere Hände“ wollen Hygienebeauftragte Dr. Roushan Lambert und Hygienefachkraft Ludger Pauli für dieses wichtige Thema sensibilisieren.


-beg- Sendenhorst. „Keine Chance den Krankenhausinfektionen!“ So lautet der Untertitel der Aktion „Saubere Hände“, an der sich auch das St.-Josef-Stift beteiligt. „Das Ziel ist es, die Händehygiene noch weiter zu verbessern und Akzeptanz zu schaffen für dieses wichtige Thema“, meint Pflegedirektor Detlef Roggenkemper. Neben Fortbildungen, Information und Prüfung der bestehenden Abläufe wird es Anfang Januar auch einen Aktionstag für die Mitarbeiter geben.

Die Hygienekommission des St.-Josef-Stifts ist zugleich auch Steuerungsgruppe für diese Aktion. Eine Arbeitsgruppe übernimmt die praktische Arbeit vor Ort. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem, die Abläufe der Arbeit am Patienten zu prüfen, beispielsweise bei Visiten. Werden die Hände zur richtigen Zeit desinfiziert? Sind Desinfektionsmittelspender überall dort vorhanden, wo sie benötigt werden? Ist in manchen Fällen der Einsatz von Taschenflaschen sinnvoll? Auf diese Fragen wird es Antworten geben.



Im Schwarzlicht erscheinen gut desinfizierte Bereiche hell, weniger gut desinfizierte bleiben dunkel.
Im Schwarzlicht erscheinen gut desinfizierte Bereiche hell, weniger gut desinfizierte bleiben dunkel.


Aber auch die richtige Art der Händedesinfektion wird erklärt und gezeigt. Mit Hilfe einer Schwarzlicht-Box kann Hygienefachkraft Ludger Pauli die Schwachstellen der Händedesinfektion sichtbar machen. Ein mit einer fluoreszierenden Substanz versetztes Desinfektionsmittel offenbart sofort die Stellen, die wenig oder gar nicht desinfiziert sind. „Schwachpunkte sind häufig die Fingerkuppen, die Daumen und die Finger-Zwischenräume“, weiß Pauli.

Die Daten und Ergebnisse der Aktion „Saubere Hände“ übermittelt das St.-Josef-Stift an das Referenzzentrum an der Charité in Berlin, das im Rahmen von KISS (Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System) Referenzwerte für eine gründliche Händedesinfektion ermittelt. So liegt beispielsweise der Referenzwert für den Bereich der Intensivobservation bei 22 bis 26 Anwendungen je Patient und Tag. „Mit 25 Anwendungen ist die Intensivobservation des St.-Josef-Stifts überdurchschnittlich gut“, lobt Roggenkemper. Hier werden im Schnitt 74,6 Milliliter Desinfektionsmittel je Patient und Tag verbraucht.

Neben dem Verbrauch von Desinfektionsmitteln ist aber vor allem eine geringe Infektionsrate ein aussagekräftiger Parameter für eine wirkungsvolle Händedesinfektion.


03 · 01 · 09



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