Integrationskonferenz in Warendorf: Für ein besseres Miteinander

Auf dem Podium (v. l.): Kreisdirektor Dr. Heinz Börger, Arnold Michels ( Verein für Völkerverständigung), Tatjana Derksen (Spätaussiedlerverein), Veli Firtina (Türkisch Islamische Gemeinde Warendorf), Ulrike Klemann (Caritas), Gülcan Holetzek (Integrationsrat in Ahlen) und Moderation Stephanie Vogel.Foto:
Auf dem Podium (v. l.): Kreisdirektor Dr. Heinz Börger, Arnold Michels ( Verein für Völkerverständigung), Tatjana Derksen (Spätaussiedlerverein), Veli Firtina (Türkisch Islamische Gemeinde Warendorf), Ulrike Klemann (Caritas), Gülcan Holetzek (Integrationsrat in Ahlen) und Moderation Stephanie Vogel.Foto:
(Kopmann)


Kreis Warendorf - Özil & Co. machen es vor: Der Ball muss ins Tor - dann ist den deutschen Fans egal, aus welchem Land die Torjäger ursprünglich kommen. Genau diese Einstellung könnte auch sonst im Leben helfen. Das unterstrich Landrat Dr. Olaf Gericke, der am Montagabend zur Integrationskonferenz in das Sparkassen-Forum nach Warendorf eingeladen hatte.

„Wir müssen nicht fragen, wo jemand herkommt, sondern wo er hin will“, sagte Gericke. Um dieses Ziel zu erreichen hatte der Kreis Warendorf zwei Jahre einen Integrationsbericht erarbeitet. Jetzt sollen Taten folgen: Schwerpunkt ist insbesondere die Förderung der sprachlichen Kompetenz.


Dass der Integrationsbericht nur der erste Schritt ist, machte Ulrike Klemann (Fachdienst für Integration und Migration des Caritasverbandes) deutlich. Klemann: „Wir haben weder das Thema Armut noch das Thema Senioren behandelt.“ Es bleibt also noch viel zu tun - darin waren sich die Hauptakteure einig. Arnold Michels (Zusammen ist besser - Verein für Völkerverständigung) erinnerte auch daran, dass viele Migranten einen ungesicherten Status hätten. Manche seien nur geduldet oder sogar illegal in Deutschland. Michels betonte, es gebe eine Verantwortung für die Menschen, die aus Krisengebieten nach Deutschland kommen.

Gülcan Holetzek. stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates in Ahlen, sagte, dass sie sich in erster Linie als Ahlenerin fühle. Die in der Integrationsarbeit engagierte Frau leitet in Ahlen einen privaten häuslichen Pflegedienst. „Integration bedeutet aber nicht nur komplette Anpassung, sondern auch Unterschiede zuzulassen“, appellierte Holetzek.

Kreisdirektor Dr. Heinz Börger war froh, dass sich schon während des Prozesses „viel in den Köpfen verändert hat“. Die Moderatorin der Podiumsdiskussion Stephanie Vogel (Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement) sprach Börger ein dickes Lob aus. Denn der Kreisdirektor hatte an allen Integrationskonferenzen in den 13 Städten und Gemeinden des Kreises selbst teilgenommen.

VON BEATE KOPMANN, WARENDORF

07 · 07 · 10


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