„Altersleck“ bereitet Sorge

Der DJK-Vorstand und die Geehrten stellten sich zum Gruppenfoto auf (v.l.n.r.): Martin Erpenbeck, Eberhard Gronau, Gerhard Geske, Helmut Weidenbach, Nicole Schwarzendahl, Ulrike Scharzendahl, Marie-Luise Heinrichs, Marianne Wiebusch, Jürgen Kubasch, Michael Stephan, Ralf Popil, Jochen Güttler und Willi Kleibolt.Fotos:
Der DJK-Vorstand und die Geehrten stellten sich zum Gruppenfoto auf (v.l.n.r.): Martin Erpenbeck, Eberhard Gronau, Gerhard Geske, Helmut Weidenbach, Nicole Schwarzendahl, Ulrike Scharzendahl, Marie-Luise Heinrichs, Marianne Wiebusch, Jürgen Kubasch, Michael Stephan, Ralf Popil, Jochen Güttler und Willi Kleibolt.Fotos:
(-dia-)


Drensteinfurt - Eine ungewohnte Entwicklung hat die DJK Olympia Drensteinfurt 2009 ereilt. Nach Jahren relativ gleichbleibender Mitgliederzahlen war das Verhältnis von An- und Abmeldung nicht ausgeglichen. Die Zahl der Mitglieder sank von 1493 auf 1431. Obwohl die DJK damit immer noch zu den größten Vereinen in der Stadt gehört, hat diese Tendenz den Vorstand nachdenklich gestimmt.

Bei der Mitgliederversammlung in der Gaststätte „Zur Werse“ war deshalb nicht nur die neue Gymnastikhalle ein Thema. Die Sportler aus der Handball- und Breitensportabteilung sowie die Vertreter des Gesamtvereins überlegten am Freitagabend auch, wie sie den Abmeldungen entgegensteuern könnten. „Wir müssen unseren Verein stärker bewerben“, sagte Geschäftsführer Gerhard Geske, der den Bericht des Gesamtvereins vorlegte. Während der Verein bei den Sieben- bis 14-Jährigen stark aufgestellt sei, folge danach ein „Altersleck“. Erst mit Ende 20 kehrten die Drensteinfurter zum Handball- und Breitensportverein zurück. Als einen möglichen Grund für die 62 Austritte führte Joachim Güttler, der sowohl der Breitensportabteilung als auch dem Gesamtverein vorsteht, das mangelnde Ausweichangebot während des KvG-Hallen-Umbaus an. Gerade zum Jahreswechsel, als die Halle leer blieb, gab es viele Austritte. „Ich hoffe, dass uns die neue Turnhalle wieder Auftrieb gibt“, sagte Güttler.


Zumindest die Seniorengruppen von Paula Dieckmann standen zur Wiedereröffnung am 1. März wieder vollständig auf den Turnmatten. Daneben soll die neue Gymnastikhalle neue Akzente setzen. Auch wenn Geske nur wenige Worte über das Neubauprojekt verlor, berichtete er den Mitgliedern, dass der Verein im engen Dialog mit der Stadt steht.

Um das Sportangebot den Stewwertern aber auch außerhalb der Turnhallen anzutragen, wird der Verein beim Dreingau- und Pfarrfest vertreten sein. Zudem wollen die Aktiven einen noch stärkeren Akzent im Gesundheitssektor setzen. Hier will die DJK in die Ausbildung ihrer Übungsleiter investieren.

Der Jugendausschuss der Breitensportabteilung wird vom 17. bis zum 19. September ein Abenteuerwochenende für 130 Kinder in Hinsbeck gestalten. „Wir wollen am Jugendausschuss auf Dauer festhalten“, sagte Güttler. Immer größere Dimensionen nimmt das Jazz-and-Modern-Dance-Tanzturnier an. Zehn weitere Teams haben sich für das Wettkampfwochenende am 12. und 13. Juni angemeldet, so dass fast 500 flinke Fußpaare in der Dreingau-Halle vortanzen werden. Bei den Vater-Mutter-Kind-Gruppen machte sich 2009 der demografische Wandel zunehmend bemerkbar, so dass dieses Angebot zahlenmäßig nicht mehr ganz so stark nachgefragt wurde.

Im Jahresbericht der Handballabteilung betonte der Vorsitzende Michael Stephan vor allem die starke Jugendarbeit. Mit zehn Jungen- und Mädchenmannschaften deckt die DJK von den Minis bis zur A-Jugend alle Altersklassen ab. Um die Gesichter auch vorzustellen, werden die Handballer die kommende Spielzeit mit einer gemeinsamen Saisoneröffnung begehen. Vom 2. bis zum 6. Juni werden zudem 120 Handballer auf Wangerooge Station machen. Die Anmeldung für die 18. Fahrt an die Nordsee findet am 22. März in Ascheberg statt.

Um die Entwicklung der Mitgliederzahlen wie den Neubau in Angriff zu nehmen setzt die DJK ganz auf Kontinuität an ihrer Spitze. Michael Stephan wurde einstimmig zum Handballabteilungsleiter wiedergewählt. Das Amt der Kassiererin behält Jasmin Hüttemann. Beisitzer bleibt Willi Kleibolt. Mit Joachim Güttler an der Spitze verändert sich auch bei den Breitensportlern und im Vorstand des Gesamtvereins nichts.

Eine besondere Ehrung wurde Helmut Weidenbach zuteil. Für seine Verdienste als Mitbegründer des Vereins und langjähriger Vorsitzender wurde ihm die höchste Auszeichnung, die der DJK-Sportverband zu vergeben hat, verliehen. DJK Diözesanverbandsvorsitzender Eberhard Gronau überreichte ihm das Carl-Mosters-Relief, das nach dem Verbandsgründer benannt worden ist.


07 · 03 · 10



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