Rinkerode - Friederike Lichtwark kann es immer noch nicht fassen. „Über ein Jahr lang haben wir mit der Stadt verhandelt und dann einen hart erarbeiteten Kompromiss gefunden, der auch für die Landeskirche tragbar war“, berichtet die Vorsitzende des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde Drensteinfurt-Rinkerode. Stadt und Kirchengemeinde hatten einen Grundstückstausch vereinbart. Die CDU-Mehrheit - wie auch die FDP - hatte dieses Geschäft in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 8. Februar abgelehnt.
„Wir waren uns mit dem Bürgermeister einig über das Tauschverfahren“, erzählt sie auf Anfrage unserer Zeitung. Die evangelische Gemeinde hätte ihr 2166 Quadratmeter großes Grundstück mit Bolzplatz an der Ecke Amselweg/Finkenweg in Rinkerode an die Stadt abgetreten. Der Bolzplatz wäre erhalten geblieben. Im Gegenzug hätte die Kirche Grundstücke in einem Rinkeroder Baugebiet bekommen, die die Gemeinde dann als Erbpachtgrundstücke vermarktet hätte. Der Tauschwert liegt bei 123 000 Euro. „Wir hätten einen wirklich günstigen Preis gemacht“, ist sich Lichtwark sicher.