Drensteinfurt - Zwei Tendenzen zeichnen sich nach Ansicht von Dr. Kurt Omland bei den Veranstaltungen des Fördervereins Alte Synagoge ab. Zum einen sieht der erste Vorsitzende ein immer größeres Engagement von Schulen, sofern die Schüler durch Patenschaften oder Bastelaktionen selbst aktiv werden können. Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung in der Alten Post sprach er sich deshalb dafür aus, verstärkt Veranstaltungen zu initiieren und zu unterstützen, die Kinder und Jugendliche mit einbinden. Zum anderen sieht er aber auch einen Wandel bei der Art der Veranstaltungen insgesamt.
Anfangs stand für den Förderverein wie für viele Stewwerter die Aufarbeitung der Geschichte des Judentums in Drensteinfurt im Vordergrund. Mit Vorträgen und der Einladung ehemaliger Mitglieder der jüdischen Gemeinde bezogen sich die Veranstaltungen auf das Verhältnis des Orts zum dunkelsten Kapitel seiner Geschichte. Neben Gedenkveranstaltungen fand in den vergangenen Jahren aber eine räumliche und thematische Ausweitung statt. Diese lässt sich am Vortrag über die umstrittene Wehrmachtsausstellung aus Berlin genauso wie an der Ausstellung zu Fremdarbeitern, die aus Münster geholt wurde, ablesen. Zudem stieg das Interesse an jüdischen Brauchtümern und damit am Leben der Juden selbst.