Ahlen - Standortfrage geklärt. Und nun? „Ich gehe davon aus, dass der Betrieb im „Berliner Park“ bis zum Jahresende ganz normal weitergeht“, sagt Bäderchef Hans Jürgen Tröger. Laufe alles nach Plan, könne das Freizeitbad Anfang 2011 abgerissen und zügig mit dem Hallenbad-Neubau begonnen werden. Angepeilte Eröffnung 20 bis 24 Monate später. Im „Finnischen Saunadorf“, das erhalten bleibt, gehen in der Bauphase für zwei Jahre die Öfen aus.
Bäderchef, Aufsichtsrat und Fraktionsspitzen sind zurück von ihrer zweiten Besichtigungstour, die sie nach Bielefeld-Sennestadt im Februar nun am vergangenen Mittwoch nach Oberhausen und Bottrop führte. „Wir haben den Eindruck gewonnen, dass wir nicht eines der drei Bäder so für Ahlen übernehmen können“, fasst Tröger am Morgen danach im „AZ“-Gespräch zusammen. Tenor sei: „Aus allen das Beste herausnehmen.“ Aus Bielefeld sei das etwa die wellenförmige Dachkonstruktion. Im Gegensatz zu den beiden anderen Flachbauten punktete sie durch bessere Optik und Schallschutz. Oberhausen fuhr Minuspunkte durch seinen im Nachhinein zu klein eingeplanten Umkleidetrakt ein, schwamm aber mit einer durchgehenden Wassertiefe von utopischen vier Metern allen anderen davon. Was der Unterwasser-Rugby-Mannschaft geschuldet sei, wie Tröger erklärt. In Ahlen soll sie durchgehend zwei Meter betragen. Im separaten Lehrschwimmbecken ist sie dank des Hubbodens variabel.