Ahlen /Münster - Die für Montag mit Spannung erwarteten Schlussvorträge des Staatsanwaltes und der Verteidigung blieben aus. Stattdessen geht der Prozess vor dem Landgericht in eine Verlängerung, wo sich ein 47-Jähriger aus Ahlen wegen versuchten Totschlags zu verantworten hat (die „AZ“ berichtete).
Den Grund lieferte der Angeklagte. Man müsse die ganzen Dinge und was man ihm angetan habe, aus seiner Sicht einmal darstellen, sagte der Mechatroniker. Weit ausholend und in einem vier Stunden andauernden Monolog schilderte er mit kaum vernehmbarer Stimme die Höhen und Tiefen seiner Ehe. Die sei von Liebe zueinander geprägt gewesen, sagte der Mann. Ihre Beziehung sei intakt gewesen, wenn auch schon mal die Kaffeetasse flog. Den „ Schwarzen Peter“ für die Tiefen in seiner Ehe sah er nicht bei sich. Den schob er anderen zu. Er, der seine Frau sehr geliebt hatte, sieht sich in der Opferrolle. Man habe sich wieder zusammengerauft, nachdem ihm das Fremdgehen seiner Ehefrau zugetragen worden sei.