Püsselbüren. Schwarz-Weiß Esch braucht wohl ein kleines Fußball-Wunder, um doch noch den Klassenerhalt in der Bezirksliga zu schaffen. Am Donnerstagnachmittag kam die Dindic-Elf in einer hart umkämpften Auseinandersetzung vor gut 300 Besuchern im Escher Sportpark gegen Grün-Weiß Gelmer nicht über ein 2:2 (2:2)-Unentschieden hinaus, der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt zwei Spiele vor Saisonende drei Zähler.
Auch SWE-Trainer Vladan Dindic schätzte die Situation nach dem Schlusspfiff realistisch ein: „Die Chance ist auf ein Minimum gesunken, jetzt wird es natürlich richtig eng.“ Einen Vorwurf machte er seiner Mannschaft aber nicht, schließlich boten die Gastgeber dem Tabellendritten über weite Strecken nicht nur Paroli, sondern waren dem Siegtreffer am Ende deutlich näher. „Wenn man mit so einer Leistung absteigt, ist das schon sehr bitter“, blickte er bereits ein wenig voraus.
In der Tat präsentierten sich die Gastgeber im ersten Durchgang nicht wie ein möglicher Absteiger. Auch durch das frühe 0:1 durch Johannes Kerkeling (7.) ließen sich die Dindic-Schützlinge nicht aus der Bahn werfen, sondern antworteten postwendend. Simon Kock hämmerte das Leder aus 16 Metern an den Innenpfosten, von dort trudelte der Ball über die Linie. Auch danach drängten die Hausherren vehement auf den zweiten Treffer, Ünal Özdemir scheiterte nach 20 Minuten nur hauchdünn. In der 25. Minute wurde Esch dann für sein druckvolles Auftreten belohnt. Nach einer schönen Einzelleistung wurde Özdemir im Strafraum unsanft gebremst, Gerrit Mahmutovic verwandelte den fälligen Elfmeter eiskalt zum 2:1. Mit dem Pausenpfiff kam dann jedoch die kalte Dusche. Nach einem weiten Freistoß stieg Dirk Jakobs am Höchsten und netzte zum erneuten Ausgleich ein.
Die zweiten 45 Minuten verliefen dann weitaus weniger turbulent als die Ersten, dennoch stemmte sich Esch weiter mit aller Macht gegen den drohenden Abstieg. 60 Minuten waren absolviert, da hatte Oliver Mansfeld die Riesenchance zum erneuten Führungstreffer. Alleine lief er aufs Tor zu, doch Gästekeeper Tim Pieper lenkte seinen Schuss mit einer Glanztat an die Latte. Einen hatten die Gastgeber aber noch.
In der Nachspielzeit lief Sebastian Meyer aus halbrechter Position ebenfalls alleine aufs Gehäuse der Gelmeraner zu, schob das Leder jedoch um Millimeter am linken Pfosten vorbei. „Neun von zehn solchen Dingern mache ich weg, warum nur heute nicht“, fragte sich Meyer und sank genau wie seine Teamkollegen tief enttäuscht auf dem Rasen zusammen.
Schwarz-Weiß Esch: St. Meyer (73. Remke); Götten, D. Mansfeld, Grewe, Mahmutovic, Se. Meyer, Rötker (58. Ahmann), Ungruhe, O. Mansfeld, Kock, Özdemir.
Tore: 0:1 Kerkeling (7.), 1:1 Kock (9.), 2:1 Mahmutovic (25., Foulelfmeter), 2:2 Jakobs (45.).