DIN 806 sichert die Wasserqualität

Mehr als 480 Fachleute folgten der Einladung auf den Steinfurter Campus, um sich über „Das neue Regelwerk für die Trinkwasserinstallation DIN EN 806 - DIN 1988“ zu informieren.Foto:
Mehr als 480 Fachleute folgten der Einladung auf den Steinfurter Campus, um sich über „Das neue Regelwerk für die Trinkwasserinstallation DIN EN 806 - DIN 1988“ zu informieren.Foto:
(FH)


Steinfurt - Die gesetzlichen Anforderungen sind eindeutig: Trinkwasser darf keinen Anlass zu gesundheitlicher Besorgnis bieten. Es muss alle Haushalte in einwandfreier Qualität erreichen. Schlecht oder laienhaft erstellte Trinkwasserleitungen und -armaturen können die Wasserqualität verderben. Beim 11. Sanitärtechnischen Symposium der Fachhochschule in Burgsteinfurt standen die aktuellen Veränderungen der Gesetzeslage für Trinkwasserinstallationen im Zentrum. Mehr als 480 Fachleute folgten der Einladung auf den Steinfurter Campus, um sich über „Das neue Regelwerk für die Trinkwasserinstallation DIN EN 806 - DIN 1988“ zu informieren.

„Praxisnähe ist ein wichtiges Ziel an unserer Hochschule“, betonte die Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojewski in ihrem Grußwort. Die große Zahl der Besucher sei eine Bestätigung für dieses Engagement. Danach schlossen sich die Fachvorträge von zehn Experten an, die in einer Podiumsdiskussion mündeten.


Zuerst gab Prof. Dr. Werner Mathys vom Institut für Hygiene der Universität Münster einen Einblick in die „Sanierungsstrategien für Gebäude - water safety plan“. „Die Risiken in der gesamten Versorgungskette vom Wassereinzugsgebiet bis hin zum Verbraucher müssen beherrscht und sichergestellt werden“, so Mathys. Danach berichtete Dr. Stefan Pleischl vom Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit der Universität Bonn anhand von Fallbeispielen über mikrobiologische Probleme in der Sanitärinstallation. „Es grenzt an Detektivarbeit, die Ursache einer Kontamination in der Trinkwasserinstallation zu finden“, erklärte der Wissenschaftler. Peischl zeigte, welche Einflüsse nicht zertifizierte Armaturen, enge Winkel in der Wasserleitung oder falsche Materialien auf die Verkeimung des Wassers haben können.

Änderungen der Bemessungsregeln, hydraulische Beeinflussungen und neue Verteilungskonzepte in der Hausinstallation, die den hygienischen Forderungen nach einwandfreier Trinkwasserbeschaffenheit Rechnung tragen, stellten Prof. Dr. Franz-Peter Schmickler, Prof. Dr. Bernhard Mundus und Prof. Bernhard Rickmann vor. Die drei Wissenschaftler lehren am Fachbereich und sind Experten auf dem Gebiet einer korrekten Trinkwasserinstallation.


11 · 03 · 10



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