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„Affront gegen Borghorst“
Burgsteinfurt/Horstmar - Mit farbigen Hochglanzbroschüren hat das Arnoldinum in Laer um Schüler für die Horstmarer Dependance geworben. „Solche Aktionen sind nicht fair“, machten am Dienstagabend im Schulausschuss einige der Politiker ihrem Ärger Luft. Allen voran Günther Gromotka (CDU) und Hans-Ernst Prümers von den Liberalen.

Eigentlich sollten die Ausschussmitglieder lediglich ihr Okay zur Dreizügigkeit des gymnasialen Zweigs in Horstmar geben, doch dann entfachte eine Diskussion, die nur noch am Rande etwas mit den Anmeldezahlen zu tun hatte. 24 der insgesamt 86 Mädchen und Jungen, die nach den Sommerferien das Arnoldinum in Horstmar besuchen werden, kommen aus Laer (wir berichteten). Ungewöhnlich viele, wie Gromotka am Dienstag fand, weil die Laerer sich eigentlich eher nach Borghorst hingezogen fühlen. „Das liegt nur an den Handzetteln, die alle Laerer Haushalte bekommen haben“, wusste Günther Gromotka. Eine solche Werbung sei nicht korrekt. Zumal vertraglich eine Zweizügigkeit vereinbart ist. „Mehr kann auf Dauer in Horstmar auch nicht gehen“, sagte Marie-Luise Biesterfeld für die Sozialdemokraten.


Während Birgit Gedenk von der Grün-Alternativen Liste an der Werbung nichts auszusetzen hatte, echauffierte sich Hans-Ernst Prümers darüber: „Das ist ein Affront gegen Borghorst.“ Elmar Bode (CDU) hätte für das Geld statt Werbemittel lieber notwendiges Schulmaterial gekauft. Dass die Stadt Horstmar die Kosten komplett übernommen hat, war für ihn nur ein schwacher Trost: „So darf es einfach nicht laufen.“

Horstmars Bürgermeister Robert Wenking kann die ganze Aufregung in Steinfurt nicht verstehen: „Werbung ist doch heute das Normalste der Welt und völlig legitim.“ Um den Schulstandort zu stärken, werde die Stadt auch weiter für den Gymnasialzweig „klappern“, erklärte Wenking gestern auf Anfrage unserer Zeitung. „Ich weiß gar nicht, wo das Problem liegt.“ Schließlich sei das Borghorster Gymnasium dadurch nicht in seiner Existenz gefährdet, das würden die Anmeldezahlen belegen.

Vielmehr, so glaubt Robert Wenking, hätten sich einige Laerer Eltern für Horstmar entschieden, die ihre Kinder sonst nach Münster geschickt hätten. Und noch etwas gab der Bürgermeister zu bedenken: „Vielleicht wollen auch nicht alle Eltern den gebundenen Ganztag, den es ab dem Sommer für die Fünftklässler in Borghorst geben wird.“

Schulleiterin Dr. Agnes Linß durfte sich am Dienstagabend zu der Kritik nicht äußern. Der Ausschussvorsitzender Günther Gromotka wollte die Sitzung dafür nicht unterbrechen.

Gekostet hat die Werbeaktion übrigens insgesamt 2600 Euro. 1750 Euro davon kommen aus Spendenmitteln der Sparkasse, die die Stadt Horstmar dem Förderverein des Arnoldinums zur Verfügung gestellt hat.

VON GUDRUN NIEWÖHNER, STEINFURT

10 · 03 · 10
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Benehmen
Ich empfand das Verhalten des Vorsitzenden menschlich daneben.
Inhaltlich mag er ja recht haben, aber so geht man nicht mit einer Kollegin um.

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Verhalten des Ausschuss Vorsitzenden
Als Zuhörer in der Sitzung empfand ich den Ausschuss Vorsitzenden überheblich.
Alle anderen Schulleiter konnten in der Angelegenheit ihrer Schule sprechen.
Es wäre sicherlich auch faire gegenüber der Schulleiterin Frau Dr. Linz gewesen, die Sitzung zu unterbrechen, zumal der Ausschuss Vorsitzende mit einer öffentlichen Unterstellung gegenüber Frau Linz die Diskussion begann. Frau Linz hat sich wie ein Schulmädchen gemeldet, und daraufhin hätte er die Sitzung Unterbrechen müssen.
Man konnte sich des Eindrucks nicht verwehren, dass der Neid über die erfolgreiche Arbeit einer ehemaligen Kollegin hier hinein gereicht hat und die trotz Ihrer Krankheid eine gute Arbeit leistet.
Ich sehe hier nur eine Lösung, dass Herr Gromotka den Vorsitz dieses Ausschusses abgibt.

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