Hilfe für den größten Pflegedienst

Bei der Vertragsunterzeichnung: Dr. Andreas Eichenauer, Medizinischer Geschäftsführer ckt, Gabriele Neugebauer stv. AOK-Regionaldirektorin, Irmi Heitfeld, Uni Bielefeld, stehend v.l.: Helga Flüchter, Pflegdirektorin Marienhospital Emsdetten, Holger Hummels, Pflegedirektor Marienhospital Steinfurt, Gabriele Parade, Pflegedirektorin Maria-Josef Hospital Greven.
Bei der Vertragsunterzeichnung: Dr. Andreas Eichenauer, Medizinischer Geschäftsführer ckt, Gabriele Neugebauer stv. AOK-Regionaldirektorin, Irmi Heitfeld, Uni Bielefeld, stehend v.l.: Helga Flüchter, Pflegdirektorin Marienhospital Emsdetten, Holger Hummels, Pflegedirektor Marienhospital Steinfurt, Gabriele Parade, Pflegedirektorin Maria-Josef Hospital Greven.


Steinfurt - Sie heben und tragen ihren Ehepartner, sie versorgen ihre Eltern: pflegende Angehörige stellen den größten Anteil an der Pflegeleistung in Deutschland. Darauf vorbereitet oder gar geschult sind sie in den seltensten Fällen. Denn oft geht es wie ein Blitzschlag, ein schwerer Sturz, ein Schlaganfall und nichts ist mehr wie es war. Nach dem Krankenhausaufenthalt werden viele Menschen nach solchen Ereignissen als Pflegefälle entlassen. Oft sind Angehörige nahezu auf sich allein gestellt.

Damit Betroffene für die Zeit nach einem Klinikaufenthalt besser gerüstet sind, wird Angehörigen besondere Hilfe angeboten. Beteiligt sind die Häuser der Christlichen Krankenhaus-Träger GmbH (ckt) - das Marienhospital Steinfurt, das Marienhospital Emsdetten und das Maria-Josef-Hospital in Greven.


Dieses Angebot ist Bestandteil eines Projekts der AOK Westfalen-Lippe und der Universität Bielfeld. „Bisher sind Familien - der größte Pflegedienst der Nation - ziemlich allein in ihrer schwierigen Situation“, sagte Irmi Heitfeld von der Universität Bielefeld am Dienstag in Emsdetten, als Vertreter der ckt, der AOK und der Uni Bielefeld das Projekt der Öffentlichkeit vorstellten.

„Wir haben uns diesem Modellprogramm sehr gerne angeschlossen“, so Dr. med. Andreas Eichenauer, medizinischer Geschäftsführer der ckt. „Als ganzheitlicher Anbieter im Bereich Gesundheit sehen wir unsere Aufgabe nicht nur auf Diagnostik und Therapie begrenzt, sondern unterstützen unsere Patienten und ihre Angehörigen auch über den Krankenhausaufenthalt hinaus. Viele Menschen wissen nicht, wie es nach dem Krankenhausaufenthalt zu Hause weitergehen soll.“

„Das wollen wir nun gemeinsam verbessern“, so Gabriele Neugebauer, stellvertretende Regionaldirektorin der AOK Steinfurt, Borken. In Trainings sollen Angehörige bis zu sechs Wochen nach der Entlassung des Patienten aus dem Krankenhaus für die jeweils erforderliche Pflege geschult werden. Erweitert werden diese Kenntnisse anschließend in Initialpflegekursen, die über drei Tage zu jeweils vier Stunden laufen. „Wir übernehmen die Kosten für alle Beteiligten, egal bei welcher Krankenkasse sie versichert sind“, ergänzte Gabriele Neugebauer.


10 · 03 · 10



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