Burgsteinfurt/Münster - Wenn es nach dem Willen der Staatsanwältin geht, dann soll die 39-jährige Frau aus Burgsteinfurt, die sich wegen versuchten Totschlags vor dem Schwurgericht Münster verantworten muss, für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Die Anklagevertreterin ist nach der Beweisaufnahme davon überzeugt, dass die Frau am Heiligabend 2008 auf der A 1 in Höhe Ascheberg absichtlich ihrem Ehemann ins Lenkrad gegriffen hat, um sich, ihren Ehemann und die beiden auf der Rückbank sitzende Kinder, ein sechs Jahre alter Junge und ein Mädchen im Alter von zwölf Jahren, zu töten.
Das Geschehen ereignete sich gegen 18.30 Uhr auf der Rückfahrt nach Steinfurt. Vorausgegangen war ein Streit der Eheleute. Der Ehemann hatte seine Eltern in Ascherberg besucht, weil er wieder mit seiner Frau eine Auseinandersetzung hatte. Als diese dann nach Ascheberg kam und klingelte, war der Mann sauer und machte sich mit seiner Familie sofort auf den Rückweg. Unterwegs soll die Frau in Selbstmordabsicht bei voller Fahrt ins Lenkrad gegriffen haben. Er verriss das Fahrzeug, das in die Leitplanken knallte. Alle Insassen hatten Glück im Unglück, die Kinder wurden nur leicht verletzt und konnten nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden. Die Frau hatte zum Tatzeitpunkt 1,7 Promille Alkohol im Blut.





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