kommentar(1)


Ehemalige Scheune soll Schule werden

Auf diesem ehemaligen Hof in Catenhorn soll eine Waldorfschule entstehen.
Auf diesem ehemaligen Hof in Catenhorn soll eine Waldorfschule entstehen.
(Rapreger)


Rheine.Mit Vollgas arbeitet die Gründungsinitiative daran, in Rheine im dritten Anlauf eine Waldorfschule ins Leben zu rufen. Bislang liegen der Bezirksregierung Münster noch keine Anträge vor. Eine Behördensprecherin bestätigte indes, dass es mehrere Planungsgespräche gegeben habe. „Wir werden der Bezirksregierung noch in diesem Monat unser Konzept vorstellen. Wir haben gute Vorarbeit geleistet“, sagte Frank Freisewinkel, Sprecher der Gründungsinitiative Freie Schule Rheine.

Unterdessen laufen die Personalgespräche. „Wir stellen einen Gründungslehrer bezeihungsweise eine Gründungslehrerin ein. Zudem benötigen wir Fachlehrer“, erläuterte Freisewinkel. Die Schule soll in Catenhorn auf einem ehemaligen Bauernhof entstehen (unsere Zeitung berichtete). Das Grundstück befindet sich im Eigentum einer Stiftung und soll in Teilen an den Verein als Schulträger verpachtet werden. Laut Freisewinkel soll eine ehemalige Scheune zur Schule umgebaut werden. Die Pläne dafür würden zusammen mit Vertretern der Stiftung erörtert.


Während Freisewinkel „sehr froh“ ist, die Schule im „bäuerlichen Umfeld“ und in unmittelbarer Nähe zum Waldorf-Kindergarten ansiedeln zu können, meldeten sich auch schon erste Kritiker bei der MV. Ihre Befürchtung: Eine Schulansiedlung passt nicht in das durch landwirtschaftliche Betriebe geprägte Umfeld.

Unterdessen spricht Freisewinkel von einer großen Nachfrage. Interesse haben viele Eltern, die ihre Kinder im Catenhorner Waldorfkindergarten betreuen lassen. „Zudem gibt es viele Anfragen aus dem ganzen Kreis“. Sollte die Schulgründung gelingen, wolle man langfristig erreichen, dass „Waldorfschüler später bei uns auch ihr Abitur machen können“, zeigte der Sprecher der Initiative die Perspektiven auf. Die Waldorfschule werde über Elternbeiträge finanziert. „Das ist keine Schule nur für reiche Eltern. Der Elternbeitrag ist nach den finanziellen Möglichkeiten zu leisten.“ Zum Schulkonzept gehöre es auch, die Eltern in die Arbeit einzubeziehen. Vorbild für die Gründungsinitiative sei die Waldorfschule in Everswinkel, „weil dort integrativ gearbeitet wird“, wie Freisewinkel betonte. Das angestrebte Schulprofil richte sich nach der Lehre Rudolf Steiners, sei aber an den Bedürfnissen der heutigen Zeit angepasst. Kernpunkt aber sei, dass neben der Wissensvermittlung auch die Förderung handwerklicher oder musischer Talente eine große Rolle spielen werde.

VON MATTHIAS SCHRIEF

03 · 11 · 09
kommentar(1)



kommentar


kommentar KOMMENTARE


Ob das gutgeht??
Etwas überrascht nahm ich die Zuversicht der Gründungsmitglieder zur Kenntnis.
Wenn ich überlege, wie der Elterwille in unserer schönen Stadt jährlich getreten wird (Anmeldungen Gesamtschule) aus Angst das 3-gliederige System anzugereifen, kann ich mir nicht vorstellen,dass unserere CDU und FDP eine solche Schule begrüßen.
Im Gegenteil, die Sorge unserer politischen Mehrheit, die elitäre Schicht durch solche Schulformen zu gefährden, indem deren Kinder mit normalen Kindern zu Schule gehen, wird sicher noch rechtzeitig einschreiten.

Verstoß melden


WERBUNG


IN GEDENKEN
Traueranzeigen, Todesanzeigen, Nachrufe, Danksagungen und Seelenämter aus Rheine
Hedwig Richtermeier
* 4. September 1925 | † 14. Juli 2010
Maria Roß
* 7. März 1920 | † 17. Juli 2010
Josefine Krüger
* 10. Dezember 1915 | † 22. Juni 2010
TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:


© Westfälische Nachrichten - Alle Rechte vorbehalten 2010

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap | FAQ
Media-Daten | Netiquette

www.doolao.net | www.yangofamily.de | www.westline.de | www.stadtpilot.de | www.lenzradio.de | www.studentenpilot.de