Bei Fan-Tour hats gefunkt

Die Lengericherin Sarah Kuhlenbeck lebt seit einigen Jahren mit ihrem Lebensgefährten Alfred Eberharter von den ehemaligen „Schürzenjägern“ in Finkenberg bei Mayrhofen in Österreich und ist dort im Management der Nachfolgeband „HeyMann“ tätig.Foto:
Die Lengericherin Sarah Kuhlenbeck lebt seit einigen Jahren mit ihrem Lebensgefährten Alfred Eberharter von den ehemaligen „Schürzenjägern“ in Finkenberg bei Mayrhofen in Österreich und ist dort im Management der Nachfolgeband „HeyMann“ tätig.Foto:
(Detlef Dowidat)


Lengerich - Der Liebe wegen ein Schürzenjäger. Sarah Kuhlenbeck ist diesen Weg gegangen. Aus dem beschaulichen Schollbruch hat sie den Weg in die große weite Welt der Musik gewählt. Sie hat in Alfred Eberharter einen echten „Schürzenjäger“ in ihr Herz geschlossen. Dem Vollblutmusiker der einstigen österreichischen Top-Band gehört seit vier Jahren ihre ganze Liebe. Mit ihrem gemeinsamen Sohn Florian leben sie in Finkenberg vor den Toren Mayrhofens. Regelmäßig tauchen sie in Lengerich auf, besuchen Sarahs Familie.


HeyMann!Band Die Hey Mann! Band (HM!B) ist die neue Band von Schürzenjäger-Schlagzeuger Alfred Eberharter jun. Sein Vater, Schürzenjäger Alfred Eberharter sen., ist mit seiner Zieharmonika mit von der Partie. Im Liveprogramm der HM!B sind wieder zünftige Klänge angesagt. Die größten Hits der Schürzenjäger, wie „Grüne Tannen“, „Hey Mann Polka“ und „Sierra Madre“ wechseln sich ab mit neuen und eigenen Kompositionen der HM!B: „A bissal Sonne“ und „Landmadln“ laden zum tanzen und schunkeln ein. „Leben spü`n“ hingegen ist eine Ballade zum träumen. Bei diesem bunten Programm ist für jeden Geschmack das Richtige dabei.

Die „Schürzenjager gibt es nicht mehr. Die Band hat 2007 Schluss gemacht. Doch ohne Musik kann Alfred Eberharter nicht. „Ich bin ein Vollblutmusiker“, gesteht er im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten. Unvergessen sind die vielen Auftritt mit der Folk-Rock-Band, die über Jahre Österreichs Aushängeschild war.


„Alf“, so nennt Sarah ihren Lebensgefährten liebevoll, hat mit seinem Vater, ebenfalls mit dem Namen Alfred, das Herz der „Schürzenjäger“ gebildet. Unvergessen das „Sierra Madre“, das die Band berühmt gemacht hat.

Das war gestern. Doch Alfred Eberhardt senior wie Alfred Eberhardt Junior können nicht los lassen. Sie haben eine neue Band gegründet. „HeyMann!Band“ lautet der Name. Weitere vier Musiker aus der Alpenrepublik haben die Eberharters begeistern können, die Nachfolge der „Schürzenjäger“ anzutreten. Mit Erfolg. Eine erste CD wurde aufgenommen. Und die ersten Auftritte erfolgreich bestanden. In wenigen Tagen sind sie ganz in der Nähe zu Gast. Am Samstag, 21. November, spielen sie in Melle im Ballhaus.

„Dann werden wir auch wieder in Schollbruch vorbeischauen“, berichtet Sarah Kuhlenbeck. Vor wenigen Tagen weilte ihre Familie mit weiteren Freunden in Finkenberg. Zum Fantreffen der „HeyMann!Band“. „Es war einfach Klasse“, schwelgt Klaus Fleige in besten Erinnerungen. Der Vorsitzende des SC Preußen Lengerich war Anhänger der „Schürzenjäger“ und ist nun von der Nachfolgeband genau so begeistert: „Die sind spitze.“

Noch etwas freut Sarah Kuhlenbeck. Das legendäre Open-Air-Konzert am Finkenberg lebt wieder auf. Mit der „HeyMann!Band“. Am 7. August des kommenden Jahres. An dieses Event hat sie besonders gute Erinnerungen. Sie ist oft dort gewesen. Und hat sich in Alfred Eberharter Junior verguckt. Bei der Fan-Tour im Jahr 2005 hat es dann richtig gefunkt. Seither sind sie ein Paar. Sarah hat es nach Österreich verschlagen. „Ich fühle mich dort wohl“, erzählt sie. Aber Heimweh, das habe sie natürlich noch.

Sie ist voll in die Arbeit ihres Lebensgefährten eingebunden. So plant sie Auftritte und Touren, macht viel Büroarbeit für die neue Band. Stolz meldet sie, dass die im nächsten Jahr auf große Tour geht. Die „HeyMann!Band“ ist beim „Frühlingsfest der Volksmusik“ mit Florian Silbereisen dabei. „Der Florian ist ein guter Freund von Alf“, lächelt Sarah.

Die einstige Schollbrucherin fühlt sich im Schoß der Familie Eberharter gut aufgenommen. Sie freut sich, dass ihr Alf Beruf und Familie gut vereinbaren kann. Drei Generationen leben unter einem Dach. „Da können die Großeltern schon mal auf den kleinen Florian aufpassen“, berichtet Sarah Kuhlenbeck. Alf sei ein liebevoller Vater. „So ein putzmunteres Kind ist das schönste auf der Welt“, erzählt der Musiker. Und Florian scheint in seine Fußstapfen zu treten, denn er haut schon kräftig auf die Pauke und greift in die Tasten, wenn die neue Band probt. „Der Kleine lässt es schon richtig krachen“, freut sich Mutter Sarah.

Schade nur, dass die Schollbrucher das nicht richtig mitbekommen. „Bald sind wir wieder in Lengerich. Ich freu mich schon drauf. Und auch auf das Konzert in Melle“, signalisiert Sarah Kuhlenbeck Vorfreude.

VON DETLEF DOWIDAT, LENGERICH

06 · 11 · 09



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