Am Samstag wird geforscht

Im Archivamt für Westfalen warten spannende Quellen auf die Entdeckung durch Familienforscher. Dr. Wolfgang Bockhorst (2. v.r.), Vorsitzender der Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung, zeigt seinen Mitstreitern Gabriele Sürig (l.), dem Geschäftsführer Volker Wilmsen (2.v.l.) und Christian Loefke (r.) eine Hofakte aus dem 17. Jahrhundert.Foto: mfk
Im Archivamt für Westfalen warten spannende Quellen auf die Entdeckung durch Familienforscher. Dr. Wolfgang Bockhorst (2. v.r.), Vorsitzender der Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung, zeigt seinen Mitstreitern Gabriele Sürig (l.), dem Geschäftsführer Volker Wilmsen (2.v.l.) und Christian Loefke (r.) eine Hofakte aus dem 17. Jahrhundert.Foto: mfk


Münster/Altenberge - „In der Familienforschung muss man kommunikativ sein“, sagte der Vorsitzende der Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung, Dr. Wolfgang Bockhorst, am Montag bei der Programmvorstellung für den dritten Westfälischen Genealogentag. Familienforschung könne nicht einsam in Archiven betrieben werden. „Jeder kommt einmal an einen toten Punkt, an dem er oder sie nicht weiterkommt mit der Suche.“ Da sei Austausch besonders wichtig und der stehe beim Genealogentag am Samstag (7. März) von 10 bis 17 Uhr im Vordergrund.

Vorstandsmitglied Gabriele Sürig erwartet in der Altenberger Sporthalle Gooiker Platz über 1200 Besucher und 46 Aussteller. Die Veranstaltung richtet sich laut Bockhorst an zwei Gruppen: erfahrene Familienforscher, die sich austauschen möchten und an Neueinsteiger. Besucher können sich an Ständen von Vereinen, Verlagen und Archiven informieren und sich durch Referenten ins Thema einführen lassen. „Ich möchte in meinem Vortrag Familienforschung für Neueinsteiger vermitteln, dass klares wissenschaftliches Arbeiten als Familienforscher ganz wichtig ist“, sagte Bockhorst. „Dann gebe ich einen Überblick über Rückgratquellen wie Personenstandsregister und Kirchenbücher und erzähle etwas über wichtige Quellen auf dem Land.“ So solle klar werden, an wen sich die Besucher wenden können, um mehr über ihre Familien zu erfahren. Wer als Familienforscher beginnen möchte, kann zum Genealogentag als Anhaltspunkte Taufkleider oder Sterbeurkunden mitbringen und mit Fachleuten auf der Messe darüber sprechen.


„Wir möchten als Gesellschaft auch Hemmungen abbauen“, sagte Sürig. Es gebe Menschen, die dächten, als Genealoge brauche man unbedingt Lateinkenntnisse. „Das stimmt nicht. Die meisten von uns sind keine Wissenschaftler, sondern Laienhistoriker.“ Weitere Vorträge behandeln Personenstandsregister und Protokollbücher von Grundherren als Quellen und das genealogische Internetprojekt GenWiki.

Der Eintritt in die Gooiker Halle ist am Samstag für alle Besucher frei.


01 · 03 · 09



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