Altenberge - Von Friedrich Esselbrügge stammt die um 1840 entstandene Lithographie „Altenberge, von Westen aus gesehen“ (Originalgröße 17 x 31,5 cm). Es ist die einzige Darstellung des Ortes mit den drei Dorfmühlen, daraufhin wurde Altemberge lange Zeit als „Mühlendorf“ apostrophiert. Links im Vordergrund ist „Niehoffs Kappmüel“ zu sehen, ein „Achtkantholländer“ mit Geländer auf massivem Untergeschoss aus Altenberger Bruchstein. Zwischen ihr und der alten Laerstiege - die heutige Laerstraße gab es damals noch nicht - steht die lindenumstandene „Niehoffsche Station“ mit dem Sandsteinrelief der Heiligen Familie, wo bei der großen Flurprozession einer der vier Segensaltäre war.
Rechts im Bild ist die „Paolmüel“ des Schulzen Isfort zu erkennen. Diese Bockwindmühle auf dem sogenannten „Mühlenberg“ am Alten Münsterweg wurde schon vor dem Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) erwähnt.1890 ist sie abgebrochen worden. Die Schulzen Niehoff und Isfort hatten in Altenberge das Mühlenrecht. Erst mit seiner Aufhebung durch den Code Napoleon am 1. Januar 1810 konnte die Altenberger „Gesellschaftsmühle“ am Alten Münsterweg Richtung Borghorst gebaut werden, die ganz links im Hintergrund zu sehen ist. Diese Mühle ist als einzige Dorfmühle noch erhalten, allerdings ist der massive Mühlenturm aus Altenberger Bruchstein ohne Windmühlenflügel.