Altenberge/Laer - Die Idee ist verblüffend einfach. Und dennoch ist die RVM Regionalverkehr Münsterland GmbH, die das System als erstes Verkehrsunternehmen in Deutschland testet. Und das Ganze ist so neu, dass es hierzulande noch gar keinen Namen gibt. In den Niederlanden, wo das System erfunden wurde, heißt er schlicht „Bus-Stopp“. Dahinter verbirgt sich ein kleiner robuster Kasten, der an Haltestellen montiert wird. Wenn der Fahrgast bei Sichtkontakt zum Bus auf einen Knopf drückt, leuchten abwechselnd zwei rote Lichter, die dem Fahrer des herannahenden Fahrzeuges signalisieren, dass dort ein Kunde steht. So kann das Fahrpersonal ohne Probleme die Haltestelle ansteuern.
Die Innovation hat einen Grund: „Gerade in der Dunkelheit haben wir bisweilen außerorts an weniger stark genutzten Haltestellen ein echtes Problem“, weiß Michael Klüppels, Leiter des RVM-Verkehrsmanagements, beispielsweise auf der Laerer beziehungsweise Altenberger Straße, über die der Schnellbus S 70 und der Nachtbus N 6 fahren. Denn auf der Straße ist der Schnellbus meist mit Tempo 80 unterwegs, um den Fahrplan einhalten zu können.