Altenberge - Eine heiße Sache. Im wahrsten Sinne des Wortes. Rund eine Million Euro wird die Gemeinde investieren, damit nach den Sommerferien insgesamt elf gemeindeeigene Liegenschaften mit erneuerbaren Energien beheizt werden. Gestern stellten der Geschäftsführer der Entsorgungsgesellschaft Steinfurt, Franz Niederau, Dr. Erwin Weßling von der Firma Wessling und Bürgermeister Jochen Paus das Konzept vor und berichteten von den zahlreichen Vorteilen. Die 30 Jahre alte Heizungsanlage der Gemeinde, die über Erdgas befeuert wird, hat dann ausgedient. An der Borghorster Straße gegenüber dem Eiskeller wird ein Blockheizkraftwerk gebaut, das mit Biogas von der Zentraldeponie befeuert wird.
Der Strom, der erzeugt wird, wird von der egst eingespeist, die auch das Geld dafür bekommt. Die Gemeinde bekommt dafür das Abfallprodukt des Heizwerkes, die Wärme. „Damit können wir die Grundlast fahren“, erklärte Bürgermeister Jochen Paus. Rund 60 Prozent des Wärmebedarfs würden damit abgedeckt. Das Rathaus, Hallenbad, Bürgerhaus, die Gooiker Halle sowie die drei Schulen der Gemeinde würden damit beheizt. In den strengen Wintermonaten könne dann die Hackschnitzelanlage zugeschaltet werden und die Gebäude mit zusätzlicher Wärme versorgen. Das Erdgas, das noch für rund zehn Prozent der gesamten Wärmemenge zuständig ist, wird im Blockheizkraftwerk des Hallenbades benötigt. Der Strom, der damit erzeugt wird, gehört der Gemeinde.