Sicherheit und fließender Verkehr

Ein abgerückter Fuß- und Gehweg (unten, roter Streifen) soll für mehr Sicherheit am Kreisel Kalverkamp sorgen.
Ein abgerückter Fuß- und Gehweg (unten, roter Streifen) soll für mehr Sicherheit am Kreisel Kalverkamp sorgen.


Senden - Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer bei gleichzeitig zügigem Fluss des motorisierten Verkehrs. Das sind die beiden wesentlichen Ziele, die mit dem Umbau des Kreisverkehrs an der Bulderner Straße/Kalverkamp und dem Neubau eines Kreisels am Busbahnhof/Gartenstraße erreicht werden sollen (WN berichteten). Aus Sicht von Verwaltung und Politik sind dies dringend notwendige Maßnahmen, denn der Bereich ist einerseits Schulweg und wird andererseits tagtäglich von rund 17 000 Fahrzeugen frequentiert. Und durch den neuen Lidl an der Bulderner Straße sowie die Inbetriebnahme des Cabrio-Bades ist die Situation in den vergangenen Jahren alles andere als entschärft worden.

Ein erster Schritt zur Umsetzung der beiden Maßnahmen ist im Mai vorgesehen. Dann soll das direkt am Busbahnhof gelegene - mittlerweile vom Kreis Coesfeld erworbene - Haus Gartenstraße 27 abgerissen werden. Das teilte Klaus Dammers dem Gemeindeentwicklungsausschuss am Dienstagabend mit. Damit, so der Leiter der Abteilung Straßenbau- und -unterhaltung des Kreises Coesfeld weiter, stehe einer großzügigen Gestaltung des neuen Kreisverkehrs nichts mehr im Wege. Konkret bedeutet dies: Fuß- und Radweg sollen separat von der Fahrbahn des fünfarmigen Kreisels geführt werden. Und Zebrastreifen sorgen für sichere Übergänge. „Wir wollen die Förderanträge möglichst in diesem Monat auf den Weg bringen“, sagte Dammers. Mit dem Bau des 665 000 Euro teuren Kreisverkehrs, der zu 60 Prozent gefördert wird, solle in diesem Jahr begonnen werden.


Die Gemeinde Senden will die bis dahin verbleibende Zeit nutzen, um mit dem rund 185 000 Euro teuren Umbau des Busbahnhofs zu beginnen: In den Sommerferien soll ein „Beipass“ - eine Zufahrt für Busse aus Richtung Westen - zum Busbahnhof gelegt werden , teilte Klaus Mende mit. Der stellvertretende Fachbereichsleiter geht davon aus, dass 85 Prozent der Kosten gefördert werden, so dass für die Gemeinde lediglich 28 000 Euro Eigenanteil bleiben. Des Weiteren sind unter anderem eine verglaste Wartehalle und eine Parkfläche für Busse im Mittelteil des Bahnhofs geplant. Philipp Scholz (Grüne) regte an, „die Verwaltung möge prüfen, ob und wo geschützte Fahrradabstellplätze“ geschaffen werden können.

„Viele Konfliktpunkte für Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer“, räumte Dammers auch am Kreisverkehr Kalverkamp ein, der für 350 000 Euro (60 Prozent Förderung) umgebaut werden soll. Wesentlich ist dort die Verlegung des Fuß- und Radweges aus Richtung Senden-West. Er soll durch einen breiten Grünstreifen von der Fahrbahn abgesetzt werden. Außerdem sollen Zebrastreifen für mehr Sicherheit beim Queren der Fahrbahn sorgen.

Der Gemeindeentwicklungsausschuss war einstimmig dafür, die vorgestellte Planung weiter auf den Weg zu bringen.


10 · 03 · 10



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