Senden - Zehn Monate lang waren die Jugendlichen ausgesperrt. Doch am Dienstagabend erhielten sie sogar einen Tribünenplatz im Juks. Denn anlässlich der Sozialausschusssitzung in dem seit April 2009 geschlossenen Jugendzentrum waren auf der Bühne des Saales Stühle, Sessel und ein Sofa aufgestellt worden. Gespannt verfolgten die kurdischstämmigen Jugendlichen sowie Mitglieder des Deutsch-Kurdischen Freundeskreises (DKFK) die Vorstellung der Pläne für die offene Jugendarbeit im Juks.
Eingangs betonte Pfarrer Breitling van-de Pol als Vorsitzender des Ökumenischen Jugendtreffs: „Die Schließung des Hauses hatte niemals etwas mit Konflikten zwischen Jugendgruppen zu tun“. Vielmehr sei ein Konflikt zwischen Besuchern und Mitarbeitern eskaliert. „Bevor wir aufmachen, wollen wir erst noch mit dem Deutsch-Kurdischen Freundeskreis reden“, machte Breitling van-de Pol darauf aufmerksam, dass der Ökumenische Jugendtreff bereit ist, auf das Unterstützungsangebot des DKFK (WN berichten) zurückzugreifen. Eine Wiedereröffnung des Juks werde „direkt nach den Osterferien“ angestrebt.