Senden - Seit Monaten liegt der Hilfeempfänger mit der Gemeinde Senden im Clinch. In dem Streit geht es darum, ob die Höhe der Nebenkosten für seine Wohnung gerechtfertigt ist oder nicht. Mittlerweile füllt die Korrespondenz mit Gemeinde und Sozialgericht Münster einen dicken Ordner. Und nicht nur das: Im Papierkrieg ist sogar Datenschutz-Zündstoff detoniert. Denn dem Hilfeempfänger wurde eine Liste zugestellt, in der sämtliche Einzelpersonen und Familien aufgeführt sind, die von der Gemeinde Hilfen nach dem SGB II erhalten haben (Stand: 12.06.2007). Es handelt sich um fast 400 Bedarfsgemeinschaften.
Was die Liste besonders brisant macht: Auf den fünf DIN-A-4-Seiten, sind neben den Vor- und Zunamen auch die Geburtsdaten sowie die Adressen der Hilfeempfänger aufgelistet. Ebenso sind die Höhe der Kaltmiete sowie der Nebenkosten, die Nebenkosten pro Quadratmeter, die Größe der Wohnung und die Anzahl der in ihr lebenden Personen aufgeführt.