St. Gerburgis-Hospital: Saubere Hände im Blickpunkt

Mit einem Blick kann Irmgard Wiegers, Hygienefachfrau im St.-Gerburgis-Hospital, erkennen, wie sauber die Hände sind.
Mit einem Blick kann Irmgard Wiegers, Hygienefachfrau im St.-Gerburgis-Hospital, erkennen, wie sauber die Hände sind.


Nottuln - Irmgard Wiegers freut sich. Die Hygienefachfrau im St.-Gerburgis-Hospital Nottuln steht hinter ihrem Stand, den sie aus Anlass des Aktionstages „Saubere Hände“ in der Physiotherapie aufgebaut hat. Plakate, Faltzettel, Produktproben und ein Aufklärungsfilm informieren über die Wichtigkeit von Händehygiene – nicht nur, aber vor allem bei Pflegepersonal und Ärzten.

Blickfang des Standes ist ein großer blauer Kasten mit zwei Löchern vorne und Gucklöchern auf der Oberseite. „Wir laden ein, die eigene Händehygiene kritisch testen zu lassen“, erzählt Irmgard Wiegers. Was es mit dem Kasten auf sich hat? Ganz einfach: Die Mitarbeiter werden eingeladen, sich zunächst so wie sie es für richtig halten, die Hände zu desinfizieren. Ist dies erfolgt, werden die Hände in den Kasten gesteckt. Irmgard Wiegers kann dann mit einem Blick durch die Löcher kontrollieren, welche Stellen auf den Händen nicht mit der Desinfektionslösung benetzt wurden. „Wir schulen regelmäßig unsere Mitarbeiter – vor allem die neuen – und frischen das Wissen über Händehygiene auf“, erläutert sie.


Sensibel machen und aufklären – das sind die Anliegen des Aktionstages, der bundesweit am 22. Oktober ausgerufen wurde. Doch kein Krankenhaus muss sich sklavisch an das Datum halten. Wenn es aus organisatorischen Gründen nicht anders möglich ist, kann die Aktion auch später durchgeführt werden. So beteiligten sich aus den Christophorus-Kliniken zunächst das St.-Gerburgis-Hospital Nottuln und das Franz-Hospital Dülmen an der Aktion, das St.-Vincenz-Hospital Coesfeld wird zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls einen Stand präsentieren.

Nicht nur Mitarbeiter, auch Besucher blieben neugierig stehen. Ist es doch spannend zu sehen, welche Auswirkungen der scheinbar so selbstverständliche Vorgang „Händedesinfektion“ doch hat. Schließlich geht es um die Gesundheit der Patienten, geht es darum, diese vor Erregern wie dem derzeit gefährlichsten und prominentesten Vertreter MRSA zu schützen.

„Händehygiene ist essenziell wichtig und folgt strengen Vorgaben“, weiß Dr. Volker Günnewig, Chefarzt der Inneren Medizin und Geriatrie im St.-Gerburgis-Hospital Nottuln. Er ist Vorsitzender der Hygiene-Kommission der Christophorus-Kliniken, die dafür verantwortlich ist, Standards in der Hygiene umzusetzen und die hygienischen Bedingungen in den Kliniken auf dem höchsten Niveau zu halten. „Händehygiene ist ein Teilbereich des Ganzen. Verbesserungen mindern das Infektionsrisiko, entlasten die Patienten und senken letztlich auch die Behandlungskosten“, weiß der Fachmann. Bei der Aktion geht es aber nicht nur darum, die Mitarbeiter aufzuklären, auch sollen die Bedingungen für eine korrekte Händehygiene überprüft werden.


24 · 10 · 08



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