Appelhülsen - Als „Notfall Nummer 1“ ist am Montagabend auf der Versammlung der CDU der Bahnhof in Appelhülsen und da im Speziellen die alte Treppe bezeichnet worden. „Das ist ein lebensgefährlicher Zustand“, sagt CDU-Vorsitzender Thomas Höcker. Nach dem Frost sind die ohnehin maroden Stufen noch weiter zerbröckelt - und zuletzt notdürftig mit Schalbrettern repariert worden. „Gerade für ältere Bürger ist das eine Katastrophe“, hat Höcker selbst beobachten können. „Wir sind - wie andere auch - Opfer des Frostes geworden und müssen die Schäden jetzt aufarbeiten“, bedauert auch Thorsten Nehring von der Pressestelle der Bahn AG. Die Treppe soll baldmöglichst mit Platten gesichert werden.
Inzwischen gibt es aber erfreulich konkrete Mitteilungen zum Thema Modernisierungsmaßnahme. Nehring: „Die Rampe wird nicht gebaut, der behindertengerechte Zugang wird durch den Neubau der Personenüberführung mit Treppenanlage und Aufzügen sichergestellt.“
Noch nicht in Betrieb sind die Info-Stelen, an denen der Fahrgast nachlesen kann, wann der nächste Zug kommt, an dem er auch über eine Sprechanlage Informationen einholen kann. Diese sind zwar bereits seit langem aufgestellt, aber sie funktionieren noch immer nicht. „Die Witterung hat die Kabelarbeiten verhindert“, erklärt die Bahn. „Die Maßnahme sollte deutlich eher fertig geworden sein, die Witterung ist jetzt nur noch dazugekommen“, kritisiert hingegen Gunnar Krampe, stellvertretender Geschäftsführer des Zweckverbandes SPNV Münsterland. Der ZVM finanziert die Maßnahme zum großen Teil, die Bahn führt sie aus. Warten tut Krampe auch schon lange auf eine Reaktion der Bahn zum Thema „Videoüberwachung“. Der ZVM habe bereits vor einem halben Jahr 20 000 Euro bereitgestellt, um eine exemplarische Planung für vier münsterländische Bahnhöfe machen zu lassen, um Daten für die münsterlandweite Bestückung der Bahnhöfe mit Video zu bekommen. „Da ist bis heute noch nichts passiert.“