Schapdetten - Am Südhang der Baumberge gelegen, genießt das dörfliche Schapdetten bei vielen Besuchern einen hohen Sympathiebonus. Doch die Idylle täuscht. Der mit rund 1350 Einwohnern kleinste Ortsteil in der vierpoligen 20.000-Einwohner-Gemeinde Nottuln scheint zunehmend ins Hintertreffen zu geraten.
Ein Beispiel dafür liefert der 9. November 2009: Ernüchtert müssen die Schapdettener Katholiken zur Kenntnis nehmen, dass keiner ihrer Kandidaten in den Kirchenvorstand und den Pfarrgemeinderat gewählt worden ist. Der Ortsteil ging in den Nachwehen zur Geburt der Großgemeinde St. Martin schlichtweg unter. Zwar setzte Pfarrdechant Norbert Caßens dieser Entwicklung sofort ein Stopp entgegen und ermöglichte Schapdettener Mitarbeit per Nachberufung, dennoch bleibt der Wahlausgang bei vielen Schapdettenern unvergessen. Und irgendwie passt dazu auch, dass die Schapdettener seit der Fusion zum Sonntagsgottesdienst in die Nachbardörfer fahren müssen.