Nottuln - Irgendwann hatte sie genug davon, Löcher zu stopfen, die durch falsche Lebensweise erzeugt wurden. Fand es anstrengend, ständig mit Menschen in einem Raum zusammenzuarbeiten, die völlig verängstigt sind. Deshalb hängte die Zahnärztin Kristin Kunze mit 54 Jahren ihren weißen Kittel an den Nagel, gab ihre Praxis auf. „Damals wusste ich noch nicht genau, wie es weitergehen sollte“, erklärt die heute 68-Jährige, die mittlerweile ein Institut für Erfolg und Humor betreibt und acht verschiedene Bühnenprogramme im Angebot hat. Als Clownin fühlt sie nun ihren „Patienten“ mit viel Humor auf den Zahn.
Wie das vonstatten geht, das gibt es am Mittwoch (10. März) um 20 Uhr im Forum des Gymnasiums zu erleben. Die Hospizbewegung Nottuln hat - in Kooperation mit dem Verein „Kunst + Kultur“ - die Clownfrau aus Engelskirchen zu einem Gastspiel eingeladen. Zu sehen gibt es das Programm „Die Spieldose oder Wenn die Clownin Trauer trägt“. Ein Stück über Trauern und Trost, Verlust und Abschiednehmen, Loslassen und Sich-Einlassen.