Bauchtanz mit Säbel

Die Riege der Bauchtänzerinnen entführte die Besucher des Orientalischen Abends in die Welt der Märchen aus 1001 Nacht. Fotos:
Die Riege der Bauchtänzerinnen entführte die Besucher des Orientalischen Abends in die Welt der Märchen aus 1001 Nacht. Fotos:
(weze)


Lüdinghausen - Dienstagabend strömten dermaßen viele Interessierte - fast ausschließlich Besucherinnen - zur Burg Lüdinghausen, dass der Kapitelsaal „zu platzen drohte“. Immer wieder mussten Stühle herbeigeschafft werden, die letzten bekamen schließlich nur Stehplätze. Was war das Ereignis, das so viele Zuschauerinnen anlockte?

Auf dem Programm stand „Der Zauber von 1001 Nacht“, den die Familienbildungsstätte im Rahmen der Märchenwoche angeboten hatte, am Dienstag bereits zum dritten Mal. In die Welt der orientalischen Märchen sollte der Erzählabend entführen, umrahmt von orientalischen Tänzen, bei uns besser bekannt als Bauchtanz.


Der orientalische Tanz ist schon sehr alt, vermutlich der älteste Tanz der Welt. In der ägyptischen, aber auch afrikanischen Kultur hat er Volkstanzcharakter. Auch hierzulande wird das Interesse, insbesondere bei Frauen, die Freude an rhythmischer Bewegung haben, immer größer. Waren es nun die drei Märchen, die von Anke Espenkott im Laufe des Abends vorgetragen wurden, oder war es eher der Wunsch, die Nabel zu orientalischer Musik kreisen zu sehen? Auf jeden Fall wurde es ein voller Erfolg, was der Schlussapplaus, aber auch die spontanen Pfiffe und begeisterten Rufe eindrucksvoll belegten.

Die Albachtenerin Anke Espenkott erzählte von der guten Fee Matuja, von dem Hirtenknaben, der es zum Berater des Königs schaffte und von den Pantoffeln des geizigen Kasim. Unter der Moderation von Angelika Matthaei, auch selbst aktiv dabei, war aber der Star des Abends eindeutig der Bauchtanz, vorgeführt von Frauen unter der Leitung von Gabriele Klingenberg (Nordkirchen), die in fantasievollen orientalischen Kostümen mit Schleier-, Säbel- oder Stocktänzen in konzentrierten Bewegungen und intensiver Körperbeherrschung die Besucher fesselten.

Gaby, wie sie von allen kurz genannt wird, die schon seit 17 Jahren in der Familienbildungsstätte Frauen im orientalischen Tanz unterrichtet, ließ es sich nicht nehmen, selbst ihr Können unter Beweis zu stellen: mit „Isis Wings“ (Schmetterlingsflügel) verlieh sie dem Tanz ägyptische Prägung, auch beim „Drei-Schleier-Tanz“ war viel Konzentration und exakte Koordination erforderlich. Es gab rasenden Beifall, der alles Vorherige übertraf.

Bärbel Dornhege, Leiterin der Familienbildungsstätte, bedankte sich als Veranstalterin bei Erzählerin Espenkott und den zwölf Tänzerinnen mit weißen Rosen für diese tolle Veranstaltung.


10 · 03 · 10



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