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Nur die Tauben legen zu

Neben den Klängen aus dem Jagdhorn gab es bei der Versammlung des Hegerings vor allem besorgte Gesichter zu sehen.Foto:
Neben den Klängen aus dem Jagdhorn gab es bei der Versammlung des Hegerings vor allem besorgte Gesichter zu sehen.Foto:
(rtu)


Lüdinghausen - Mit sorgenvollen Gesichtern beobachten die Mitglieder des Hegerings Lüdinghausen-Seppenrade die rückläufige Entwicklung bei einigen heimischen Tierarten. Das wurde am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung, an der über 80 Jägerinnen und Jäger des derzeit 269 Mitglieder zählenden Hegerings im „Burghof“, Richter, teilnahmen, deutlich.

Um welche Tierarten es sich insbesondere handelt, erläuterte Hegeringsleiter Bernd Kurth anhand der Streckenliste des Jagdjahres 2008/2009. „Die Strecke ist erschreckend, wenn man speziell auf die Zahlen Hasen, Fasanen und Stockenten schaut, da sind ganz erhebliche Rückgänge zu verzeichnen“, so der Hegeringsleiter. Die Strecke bei den Fasanen sei mit 723 erlegten Tieren um fast die Hälfte zurückgegangen, die der Hasen mit 633 erlegten Tieren um rund einem Drittel.


Einzig bei den Tauben sei ein deutlicher Anstieg zu registrieren. Wurden im Berichtszeitraum zuvor 1864 Tauben geschossen, seien es im Jagdjahr 2008/2009 3126 Tauben gewesen. Beim Reh- und Schwarzwild hielten sich die Streckenzahlen in etwa die Waage.

Um dem Rückgang einiger Arten auf die Spur zu kommen, habe die Forschungsstelle für Wildtierbiologie in Bonn Untersuchungen angestellt, um herauszufinden, ob eventuell Einflüsse durch Spritzmittel oder verändertes Saatgut als Ursache dafür herangezogen werden könnten, berichtete Bernd Kurth weiter. Das Ergebnis der Untersuchungen habe jedoch gezeigt, dass dies nicht die Auslöser für den Rückgang sind, vielmehr führe man ihn darauf zurück, dass sich unsere Biotope in den letzten Jahren so sehr verändert haben, dass die Zahlen derart eingebrochen sind.

Weitere Ursachen seien die Zunahme der Biogasanlagen, der stärkere Anbau an Mais und der Wegfall der Stilllegungsflächen. Diese Entwicklung sei allerdings nicht auf alle Reviere zu beziehen. Um den Lebensraum aller heimischen Tierarten zu erhalten sei der Dialog zwischen allen Beteiligten von großer Bedeutung, war man sich in der Jägerschaft des Hegerings einig.

Für den Kreisjagdbeirat berichtete Friedel Meyer unter anderem, dass zwischen der Kreisjägerschaft und dem Kreis Coesfeld im Hinblick darauf, dass bis Ende 2012 die Jagdsteuer stufenweise abgeschafft würde, eine Vereinbarung getroffen wurde, die die Entsorgung von Verkehrsunfallwild regelt - allein im Bereich des Hegerings Lüdinmghausen-Seppenradee wurde in den letzten zwei Jahren 117 Stück Rehwild registriert, dass im Straßenverkehr zu Tode gekommen ist. Demnach sind die Jagdausübungsberechtigten in den Revieren des Kreises Coesfeld verpflichtet, Verkehrsunfallwild unverzüglich und sachgerecht zu entsorgen.

Auf Bundesautobahnen und vergleichbaren Schnellstraßen erfolge die Entsorgung weiterhin durch den Straßenbaulastträger.


08 · 03 · 10
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Nur die Tauben legen zu
Äh, Moment bitte. Nicht die Anzahl der Tauben hat zugelegt, sondern die Anzahl der Tauben die geschossen worden sind. Man muss diese Tiere nicht unbedingt mögen, aber wenn ich von einem Bericht des "Hegerings" lese, in dem man sich über abnehmende "Strecken" beklagt, geht mit der Hut hoch. Was hat eine möglichst hohe "Strecke" mit Hege zu tun? Wenn zuwenig Hasen, Fasane und Stockenten vorhanden sind, wie wär es dann mal mit einfach weniger schiessen? Oder vielleicht auch mal garnicht? Aber an der Abnahme des Wildes ist natürlich der böse Bauer schuld. Wer unbedingt schiessen möchte, soll dies auf dem Schiessstand tun, denn da muss für seine "Strecke" kein Hase, Fasan oder Erpel das leben lassen.
In diesem Sinne: Waidmannsheil

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