Lüdinghausen - „Was ist eine Feuerwehr der Größe der Lüdinghauser wert? Diese Frage stelle ich mir jedes Jahr, wenn es in die neuen Haushaltsverhandlungen geht“, sagte Stadtbrandinspektor und Wehrführer Günter Weide bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr am Freitagabend im Heimathaus in Seppenrade. Wie ein roter Faden zog sich diese Frage durch die harmonische Versammlung. Eine passende Antwort konnte keiner der Redner geben.
Weide betonte in seinem Bericht, dass in Zeiten knapper Gelder genau überlegt werden müsse, wie das Geld verteilt wird. Neben der Feuerwehr sind viele Vereine auf die finanzielle Unterstützung der Stadt angewiesen, doch die Feuerwehr sei kein Verein, sondern eine Einrichtung der Stadt. Und die kann froh sein, dass es hier noch eine Freiwillige Feuerwehr gibt. Das sollte mit allen Mitteln möglichst lange erhalten bleiben. Es gebe in Europa Länder, in denen der Brandschutz in private Hände aussortiert wird. „Wir sind hoch motiviert, lassen uns gerne ausbilden und sind immer für die Bürger da, auch wenn die Einsätze immer schwieriger werden und die Wehr immer häufiger gefragt ist“, so Weide.