Jugendliche sollen in Zukunft mitreden dürfen

Die Jugendlichen informierten sich am Samstag über den Jugendbeirat.
Die Jugendlichen informierten sich am Samstag über den Jugendbeirat.
(Foto: Arjuna Babel)


Havixbeck - „Wir freuen uns, dass so viele gekommen sind, um sich über den Jugendbeirat zu informieren.“ Mit diesen Worten eröffneten Samuel Bongartz und Laura Steimke aus dem Organisationsteam am Samstag die Infoveranstaltung im Rathaus. Über 35 Jugendliche waren in den Rathaussaal gekommen, um einen ersten Vorgeschmack auf die Aufgaben des Jugendbeirates zu bekommen.

Neben den Vertretern aller Parteien freute sich auch der Bürgermeister über das rege Interesse der Jugendlichen. „Es ist wichtig, dass unsere jüngere Generation sich für ihre Interessen einsetzt und sich in die Politik einschaltet“, so Klaus Gromöller. Schon vor einem Jahr sei der Antrag von der CDU gestellt worden, den Jugendbeirat ins Leben zu rufen. Alle Parteien hätten diese Idee unterstützt. Ratsfrau Hildegard Brinkforth-Kemper (CDU) ergänzte: „Ich finde es total toll, wenn Jugendliche sich mit in die Politik einmischen.“


Gekommen waren auch zwei Mitglieder des Jugendparlaments aus Nordwalde, die über ihre Erfahrungen berichteten, um die Havixbecker Jugend für diese Arbeit zu inspirieren.

Ziel des Jugendbeirates soll es sein, die Jugend aus Havixbeck und Hohenholte an die Politik heranzuführen, jugendrelevante Themen zu diskutieren, gemeinsame Beschlüsse zu fassen und in den zuständigen Ratsausschüssen mitzuwirken. Zur Wahl und Organisation des Jugendbeirates lag eine Verwaltungsvorlage vor, die in mehreren Gruppen diskutiert wurde. Anschließend wurden Verbesserungsvorschläge im Plenum vorgetragen. Der Wahlzeitraum wurde von angedachten zwölf Tagen auf zwei (9. und 10. Mai) verkürzt. Der Jugendbeirat soll statt nach drei Jahren nun alle zwei Jahre neu gewählt werden. Er besteht aus sieben Mitgliedern und sieben Vertretern.

Zudem kam der Vorschlag, eine Wahlurne in der Gesamtschule aufzustellen, weil dort sehr viele Jugendliche aus Havixbeck seien. Dass die Jugendlichen Ideen haben, die sie einbringen wollen, wurde deutlich. „Ich würde mich für bessere Straßen und Einsparungen an manchen Stellen einsetzen“, sagte zum Beispiel Marvin Malinowski.

Kandidat werden kann jeder im Alter von 14 bis 21 Jahren, der seit mindestens einem Monat in Havixbeck wohnt. Mögliche Kandidaten, die sich zur Wahl stellen wollen, konnten sich auf einer Liste eintragen. Weitere Infos auf der Homepage der Gemeinde (www.havixbeck.de).

VON ARJUNA BABEL

28 · 02 · 10



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