Fingerzeige für die Laufbahn

Die Berater der Hamburger Berufsnavigator GmbH mit Jugendlichen der Gesamtschule. Daneben (v. l.) Christoph Pape und (verdeckt) Vicky Sonnenschein (VB Havixbeck), Abteilungsleiterin Sabine Adler, Jochen Theisen (Rotary) und Schulleiter Dr. Torsten Habbel.
Die Berater der Hamburger Berufsnavigator GmbH mit Jugendlichen der Gesamtschule. Daneben (v. l.) Christoph Pape und (verdeckt) Vicky Sonnenschein (VB Havixbeck), Abteilungsleiterin Sabine Adler, Jochen Theisen (Rotary) und Schulleiter Dr. Torsten Habbel.
(Foto: Dieter Klein)


Havixbeck - Sabine Adler kennt das Prozedere. Die Abteilungsleiterin für die Jahrgänge 8 bis 10 begleitet die Berufsnavigator-Einsätze an der Anne-Frank-Gesamtschule nun schon zum dritten Mal. Ähnlich wie Jochen Theisen, Projekt-Verantwortlicher im Auftrag der drei Rotary-Clubs des Kreises. Am Freitag kamen zusätzlich noch Filialleiter Christoph Pape und seine Mitarbeiterin Vicky Sonnenschein von der Volksbank zum Besuch der „Test-Schüler“ in die AFG. Immerhin bezuschussen die Volksbanken das „BN-3-Projekt“ mit 30.000 Euro. Der Kreis und die Agentur für Arbeit geben jeweils 45.000 Euro. Auf Kreisebene nehmen rund 2000 Jugendliche aus 27 Schulen teil - 40 davon in Havixbeck.

Diese stellten sich dann in Gruppen einem computergestützten Verfahren, bei dem die Schüler die Stärken und Schwächen ihrer Mitschüler nach einem Punktesystem bewerten. Rund 50 verschiedene Variablen mit Leistungs- und Persönlichkeits-Merkmalen ordnet die Software dem einzelnen Schüler dann zu. Von „Aufmerksamkeit“ über „Humor“ und „Pünktlichkeit“ bis hin zu „Wissbegierde“ oder „Zielstrebigkeit“. Und da die Einschätzung durch die Klassenkameraden per Handsender anonym bleibt, gehen die Verantwortlichen von einer „punktgenauen, objektiven Beurteilung“ aus.


Unmittelbar nach der Auswertung dieses Tests wurden die Teilnehmer in Kleingruppen von Experten aus dem Berufsnavigator-Team mit dem Ziel beraten, zwei, drei Berufe vorgeschlagen zu bekommen, die sie näher testen sollten. Sei es in Praktika oder durch spezielle Berufsberatung.

„Schließlich gibt es für einen Menschen nicht nur den einen richtigen Beruf“, betont Rotarier Jochen Theisen. „Mit dem Berufsnavigator ist aber immerhin schon mal die Richtung angezeigt, die vor Enttäuschungen und Fehlern schützen hilft.“

VON DIETER KLEIN, NOTTULN

27 · 02 · 10



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