Die Welt zu Gast in Dülmen

Bilder von der afrikanischen Savanne entstehen bei der Projektwoche ebenso wie Perlenketten und afrikanisches Spielzeug.
Bilder von der afrikanischen Savanne entstehen bei der Projektwoche ebenso wie Perlenketten und afrikanisches Spielzeug.
(Foto: Sandra Peter)


Dülmen. Um eine Weltreise zu machen, genügen in diesen Tagen am Kinder-Wohnheim (KiWo) wenige Schritte. „Die Welt zu Gast in Dülmen“, heißt nämlich das Motto der Kulturpädagogischen Projektwochen. Auf der Wiese am KiWo symbolisieren vier Pavillons vier Kontinente - Asien, Afrika, Europa und Amerika. Für internationales Flair sorgen außerdem die Betreuer, die nicht nur aus Dülmen, sondern aus aller Herren Länder kommen.

Sie stammen aus Korea, Japan, China, Russland, Polen Dänemark und der Türkei. „Einige sprechen Deutsch oder Englisch, ansonsten verständigt man sich mit Händen und Füßen“, sagt Projektleiterin Sarah Kittner. Und das sei auch der Sinn des internationalen Projektes: spielerische Völkerverständigung, sich trauen, aufeinander zuzugehen. „Die Kinder sind total offen, fragen viel“, freut sich Kittner. 50 bis 70 Sechs- bis Zwölfjährige bevölkern täglich die Wiese am KiWo.


An den verschiedenen Stationen, den Kontinenten, warten viele länderspezifische Bastelaktionen, Spiele und Bräuche auf sie. Schilder und Helme der alten Gallier werden in Europa gebastelt, in Afrika malen die Kinder Safaribilder und bereiten exotischen Obstsalat zu. In Amerika unternehmen die Mädchen und Jungen eine Zeitreise, angefangen mit den Höhlenmalereien der Ureinwohner aus Farbe und Sand, buntem Indianerschmuck, und letztendlich mit einer Reise in die Welt von Walt Disney und einem Hamburgeressen. In Asien wartet eine Wasserschlacht auf die Kinder, sie malen Mangas und lernen die Kunst der Kalligrafie kennen. Die Asiatinnen Nao, Sue und Joyce zeigen den Dülmener Kindern, wie man auf Koreanisch, Chinesisch und Japanisch schreibt.

Toll finden das die jungen Teilnehmer, darunter auch die zehnjährige Alicia von Strunck und die elfjährige Ann-Christin Mevenkamp. „Am besten war die Talentshow, bei der wir Einrad gefahren sind“, sagt Alicia, die selbst schon mit ihren Eltern in der Welt herumgekommen ist, nach Ägypten und Teneriffa zum Beispiel. Ein bisschen schwierig sei die Kommunikation mit den ausländischen Teamern. „Wir sagen dann etwas auf Deutsch, und die deutschen Teamer übersetzen das“, erklärt Ann-Christin. Das sei aber nicht schlimm, sind sich die Mädchen einig.

Die Projektwochen dauern noch bis Freitag, 7. August. Dann gibt es ein Familienfest. Kinder, die bis dahin noch mitmachen wollen, können ohne Anmeldung von 10 bis 13 Uhr am KiWo vorbeikommen.

VON SANDRA PETER

29 · 07 · 09


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