Unsere vier Kinder besuchen beziehungsweise besuchten alle die Grundschule in Davensberg. Dabei kamen sie alle in den Genuss des jahrgangsübergreifenden Lernens (JÜL) der ersten beiden Schulklassen. Jedes Kind wurde dabei in kleinen Klassenverbänden entsprechend seines individuellen Leistungsstands von der jeweiligen Klassenlehrerin abgeholt. Durch die offene Unterrichtsform war es jedem Kind möglich, sein eigenes Lerntempo mitzugestalten. Noch verspielte Kinder oder Kinder, die länger brauchten, in der Schule anzukommen, wurden behutsam an das Schulleben herangeführt. JÜL ermöglichte es diesen Schülern, die Schuleingangsphase in drei statt den sonst üblichen zwei Jahren zu durchlaufen und zwar in einer bekannten Gruppe. Das Wiederholen einer Klasse wird dem Kind somit erleichtert.
Kinder, die in ihrem schulrelevanten Entwicklungsstand schon weit waren, brauchten durch das flexible Lernangebot nicht auf die anderen Schüler ihres Jahrgangs zu warten; ganz im Gegenteil: sie konnten an den Lerninhalten der Zweitklässler partizipieren und entsprechend die Inhalte der „Großen“ erlernen. JÜL ermöglichte es hier, die Lerninhalte von den ersten beiden Schuljahren fließend innerhalb eines Jahres zu verinnerlichen und mit einem Teil des bekannten Klassenverbandes in die dritten Klasse zu wechseln. Dieses „Springen“ ist kein bloßes theoretisches Konzept, sondern fand in den letzten Jahren an unserer Schule regelmäßig statt.





Beitrag kommentieren



